Cannabis, Hanf

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Cannabis und Krebs, Cannabis-Öl, Cannabis-Extrackt

 

Canabinoide verhindern das Wachstum, und Ausbreitung von Tumorzellen im cannabis-und-krebsKörper, helfen dem Immunsystem die Krebszellen zu zerstören.
Selbstmedikation bei Krebs mit Cannabis Extrakt und Cannabis Öl.

Eine Vielzahl von Studien an Zellen und Tieren haben gezeigt, dass verschiedene Cannabinoide darunter THC das Wachstum mehrerer Krebsarten hemmen, zum Beispiel Brustkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Lymphome, Gebärmutterkrebs und Prostatakrebs.
Interessanterweise hemmten auch Cannabinoide, die keine psychischen Wirkungen hervorrufen, das Wachstum von Tumoren. Dazu zählt auch das natürliche Cannabidiol (CBD), das im Faserhanf vorherrscht.

Bei längerer Reifezeit von Hanfpflanzen wird angeblich THC zu CBN (Cannabinol) abgebaut (oxidiert), was bedeutet: spät ernten = mehr CBN, weniger THC.

Die positive Wirkung von cannabis indica (Marihuana ) zur Heilung von Krebs ist in den USA seit mindesten 30 Jahren bekannt. Cannabinoide hemmen das Krebszellenwachstum, ohne dabei die gesunden Körperzellen anzugreifen. Sie können auch Übelkeit und Schmerzen lindert, den Appetit anregen und die Laune verbessern.

Die Wissenschaftler des California Pacific Medical Centers in San Francisco haben die Wirkung von Cannabidiol, kurz CBD, auf das Gen ID-1 untersucht. Das Gen ID-1 ist verantwortlich für den Ausbruch von Krebs und die Ausbreitung der kranken Zellen. CBD soll das Wachstum von Metastasen bei aggressiven Krebsarten stoppen können. Unter dem Einfluss des Cannabinoids haben die Krebszellen aufgehört sich auszubreiten und sich wieder zu normalen Zellen rückgebildet. Die Forscher erprobten den Zusammenhang vorerst bei Brustkrebs. Im Laufe ihrer Untersuchungen stellte sich aber heraus, dass CBD auch bei Gehirntumoren oder Prostatakrebs wirkt.

Forscher des Instituts für Toxikologie der Universität Rostock haben Bereits im Jahr 2008 bewiesen, dass Canabinoide die Ausbreitung von Tumorzellen im Körper verhindern.

Cannabinoide bilden ein Protein auf der Oberfläche von Krebszellen, das es den körpereigenen Abwehrzellen des Immunsystems ermöglicht an die Krebszellen anzudocken und sie zu zerstören.
Auch das Wachstum von Tumoren kann laut der Forscher durch Cannabinoide gestoppt werden: Durch sie können die Krebszellen keine Blutgefäße mehr ausbilden. Ihre Lebensader ist damit abgeschnitten und sie können sich nicht weiter ausbreiten.

Abteilung für biomedizinische, Computer- und Kommunikationswissenschaften, Universität von Insubria, Busto Arsizio, Italien.: Cannabidiol (CBD) hemmt durch verschiedene Mechanismen die Bildung neuer Blutgefäße, was Angiogenese genannt wird, in Tumoren. Die Forscher folgerten: “Sein doppelter Effekt auf Tumor- und Endothelzellen stärkt die Hypothese, dass CBD eine potenziell wirksame Substanz in der KREBStherapie sein könnte.”

Endocannabinoid-Forschungsgruppe, Consiglio Nazionale delle Ricerche, Istituto di Cibernetica, Istituto di Chimica Biomolecolare Istituto di Biochimica delle Proteine, Italien:  Cannabidiol (CBD) und mehrere Cannabisextrakte reduzierten die Lebensfähigkeit von ProstataKREBSzellen. Die Extrakte waren wirksamer als einzelne Cannabinoide. Die Autoren folgerten: “Diese Daten unterstützen eine klinische Testung von CBD gegen ProstataKREBS.”

Zusätzliche Informationen über Studien und Wirkung von Cannabis: => Cannabis Extrakt

Der Konsum von Cannabis ist in Deutschland nicht strafbar. Im Cannabis-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1994 heißt es, dass bei geringen Mengen zum Eigenverbrauch von einem Strafverfahren abgesehen werden kann.
Allerdings ist nicht definiert, wie groß oder klein eine „geringe“ Menge ist… Und so liegt es im Ermessen der Behörden, im Einzelfall zu entscheiden.

Die Pharmaindustrie ist nicht an Cannabis interessiert

Pharmaindustrie wenig an Cannabinoiden interessiert ist.
Mit dem Wirkstoff einer Pflanze lässt sich kein Geld machen. THC lässt sich nicht patentieren.
Auch bei der Zulassung spielt Geld eine Rolle: Es gibt bestimmte Studien, die gemacht werden müssen, bis ein Medikament auf dem Markt zugelassen werden kann. Doch solche Studien sind teuer und müssten bei jeder Indikation – bei MS, Schmerz, Schlafstörungen und so weiter – von neuem gemacht werden.

Das Harz der Hanfpflanze enthält über 70 verschiedene Cannabinoide (terpenoide Benzopyran-Derivate). Alle Cannabinoide bestehen aus den Elementen Wasserstoff (H), Sauerstoff (O) und Kohlenstoff (C) und enthalten meistens 21 Kohlenstoff-Atome.

Cannabidiol (CBD)

Cannabidiol (CBD) ist schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Cannabis sativa / indica.
CBD ist praktisch unlöslich in Wasser, löslich in Ethanol, Methanol, Diethylether, Benzol, Chloroform und Petrolether.
Cannabidiol (CBD) kann man als den Gegenspieler des Tetrahydrocannabinol (THC) betrachten, da es dessen Wirkung unterdrückt.

In San Francisco forschen Wissenschaftler derzeit daran, wie CBD gegen Krebs-Metastasen helfen kann. In Tierversuchen konnten die Forscher bereits nachweisen, dass der Wirkstoff das Wachstum der Geschwüre eindämmt – sogar in einem Spätstadium. Offenbar schaltet CBD diejenigen Gene aus, die für das Wachstum der Metastasen verantwortlich sind. Noch fehlen klinische Studien mit Patienten.

Cannabidiol verfügt über folgende Wirkungen:

  • ist nicht psychotrop (keine euphorie, kein high)
  • entzündungshemmend
  • antibiotische
  • krampflösende
  • schlaffördernde
  • appettithemmende
  • angstlösende
  • antidepressive
  • antipsychotische
  • Krebshemmende
  • anti-schizophrenische
  • anti-epileptische
  • und noch andere.

CBD kann auch Nebenwirkungen verursachen, wie zum Beispiel Schläfrigkeit, Ermüdung, Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden und Reizbarkeit

Cannabinol, (CBN)

Cannabinol, (CBN) ist ein Vertreter der natürlich vorkommenden Cannabinoide. Es ist nicht psychoaktiv und bindet nur sehr schwach am Cannabinoid-1-Rezeptor. CBN ist ein Oxidationsprodukt von Tetrahydrocannabinol (THC). CBN ist löslich in Methanolund Ethanol. Im Wasser ist unlöslich.

Cannabinol wirkt eher antibiotisch und beruhigend, leicht halluzinogen, Augeninnendruck senkend, antiepileptisch und Pulsfrequenz verringernd.

Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC)

Tetrahydrocannabinol wirkt stark psychoaktiv. Es kann sowohl beruhigend als auch stimulierend wirken. Weiters wirkt es halluzinogen, Brechreiz lindernd und Pulsfrequenz steigernd.

In der Hanfpflanze liegt der größte Teil des Wirkstoffes als Carbonsäure des Tetrahydrocannabinol vor (THC-Säure oder THCA). Von dieser THC-Säure gibt es wiederum 2 Typen, THCA-A und THCA-B, die sich dadurch unterscheiden, dass die Carboxyl-Gruppe jeweils an einer anderen Stelle gebunden ist. Erst durch Erhitzten, etwa beim Rauchen oder Backen, wird die THC-Säure durch Decarboxylierung zu Tetrahydrocannabinol umgewandelt. Nur dieses hat eine psychoaktive Wirkung.

THC verfügt über folgende Wirkungen:

  • Hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von Krebszellen
  • Analgesie, Linderung neuropathischer und entzündungsbedingter Schmerzen
  • Wirkung auf motorische Funktionen, Linderung von Spastizität
  • Hemmung der gastrointestinalen Motilität (reduzierte peristaltische Aktivitäten)
  • Antiemetische Wirkung (Linderung von Übelkeit und Erbrechen)
  • Senkung des Augeninnendrucks
  • Erleichterung des Schlafens
  • Appetitanregende Wirkung
  • Stimmungssteigerung
  • Euphorie
  • Redseligkeit
  • veränderte Wahrnehmung (z. B. in Bezug auf Farben, Musik, Geschmack und Zeitgefühl)
  • Gefühle, erhöhter Einsicht und Bedeutung
  • Beeinträchtigung des Denk-, Lern- und Erinnerungsvermögens
  • Beeinträchtigung des Konzentrationsvermögens
  • Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistung, Ataxie, Tremor
  • Gefühle von Unwirklichkeit, Depersonalisation und Distanziertheit
  • Unterbrechung von Gedankengängen
  • Panik, Angst, Dysphorie
  • Verschlimmerung/Verbesserung psychotischer Symptome, Paranoia
  • Auswirkungen auf kardiovaskuläre Funktionen, einschließlich Tachykardie und Haltungshypotonie
  • Wirkungen auf endokrine und reproduktive Funktionen
  • Wirkungen auf die Thermoregulation

Beide oben beschriebene Stoffe – CBD und THC – wirken krampflösend, entzündungs- und schmerzlindernd.
Anders als THC hat CBD keine psychoaktive, halluzinogene Wirkung. Auch die typischen Nebenwirkungen von THC wie Schwindel, Gedächtnisverlust, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen treten nach dem Konsum von CBD meist nicht auf.
Daher sind CBD-Produkte legal und als Nahrungsergänzungsmittel im Handel. CBD unterliegt in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

Cannabigerol (CBG)

Cannabigerol (CBG) wirkt leicht psychoaktiv, schlafanstoßend, Augeninnendruck senkend und antibiotisch. Es wird zur Zeit untersucht die CBG Wirkung gegen Prostatakrebs.

Cannabichromen (CBC)

Cannabichromen (CBC) unterstützt die schmerzhemmende Wirkung des THC, wirkt schmerzlindernd, beruhigend und entzündungshemmend. Es wurde auch eine antibiotische Wirkung gegen Bakterien festgestellt, die als resistent gegenüber klassischen Antibiotika gelten.

Eine Cannabis Pflanze, die vergleichbar wenig THC und viel CBD hat ist zum Beispiel Cannatonic oder Dieseltonic von Resin Seeds Züchter, ein indica/sativa Hybrid.

Cannatonic Testwerte: THC 8,83%, THCA 7,83%, CBD 5,6%, CBC 0,4%, CBG 0,4%
Dieseltonic ist verwand mit Cannatonic und hat bei 50% Pflanzen THC/CBD verhältnis bei 1:1.

Konzentrierte Cannabis-Extrakten, die auch als Cannabis Öle wegen ihrer klebrig und zähflüssig Aussehen bekannt ist, werden immer beliebter bei Selbstmedikation Patienten als nach Heilung für Krebs. Im Allgemeinen sind die Herstellungsmethoden für Cannabis Öle relativ einfach und nicht neu und benötigen keine speziellen Instrumente.

Der Zweck der Extraktion, oft gefolgt durch eine Verdampfung des Lösungsmittels, ist es, Cannabinoide und andere nützliche Bestandteile, wie etwa Terpene, in hoch konzentrierter Form verfügbar zu machen. Cannabis Öl, Cannabis Extrakt, wird im Allgemeinen oral eingenommen, indem mehrmals täglich einige Tropfen eingenommen werden.

Cannabisöl Herstellungsmethoden

Es gibt mehrere Herstellungsmethoden auf der Basis von Lösungsmittel, wie Äthanol, Naphtha, Petroleumäther und Olivenöl. Es können folgenden Empfehlungen gegeben werden:

  • Als Mittel für die Extraktion erwiesen sich Äthanol und Olivenöl am besten, da sie das gesamte Spektrum der Terpene und Cannabinoide, die im Cannabispflanzenmaterial vorhanden waren, sehr effektiv extrahierten. Zudem sind diese Lösungsmittel sicher für den Konsum.
  • Reines Äthanol extrahiert leider auch große Mengen Chlorophyll aus dem Cannabismaterial, das dem fertigen Extrakt einen speziellen grünen und oft unangenehmen Geschmack verleiht.
    Die Entfernung des Chlorophylls, durch Filterung des Äthanolextrakts über Aktivkohle erwies sich als wirksam, dieses Vorgehen entfernte jedoch auch große Anteile der Cannabinoide und Terpene, und wird daher nicht empfohlen.
  • Olivenöl ist die optimale Wahl für die Zubereitung von Cannabisöl zur Selbsttherapie. Olivenöl ist preiswert, nicht entflammbar oder giftig, und das Öl muss nur auf 100 °C erhitzt werden, so dass keine Überhitzung des Öls auftreten kann. Dies geschieht, indem ein Glasgefäß, das das Produkt enthält, ein bis zwei Stunden in kochendes Wasser gestellt wird. Nach dem Abkühlen und dem Abfiltern des Öls steht es sofort für den Konsum zur Verfügung. Ein Nachteil des Olivenöl-Extrakts besteht darin, dass er nicht durch Verdampfung konzentriert werden kann, was bedeutet, dass Patienten eine größere Menge davon konsumieren müssen, um den gleichen therapeutischen Effekt zu erzielen.
  • Das Vorheizen von Cannabis, um die Cannabinoide zu “aktivieren” (decarboxylieren), kann zu einem Verlust von Terpenen durch die Verdampfung führen. Wenn die gesamte Spannbreite der Terpene im fertigen Cannabisöl gewünscht wird, können getrocknete Blüten und Blätter direkt für die Extraktion verwendet werden, ohne Vorheizen.

Cannabis Extrakt Herstellung

Eine Rezept zur Herstellung von Cannabis-Extrakt auf Basis von Äthylen, mit medizinischer Wirkung, mit weniger THCA, finden Sie hier: => Cannabis-Extrakt
Auch wenn Cannabisöle im Allgemeinen durch die Verdampfung der Lösungsmittel, die für die Extraktion verwendet wurden, konzentriert werden, so führt dies nicht zu einer vollständigen Entfernung der restlichen Lösungsmittel. Als Ergebnis der Viskosität der Substanz wird es immer schwerer, je konzentrierter der Extrakt wird, das restliche Lösungsmittel daraus zu entfernen. In diesem Fall wird die Anwendung von größerer Hitze das Verdampfen des Lösungsmittels vergrößern, gleichzeitig könnten jedoch mehr nützliche Bestandteile (wie Cannabinoide oder Terpene) ebenfalls verloren gehen. Die Verwendung nicht toxischer Lösungsmittel sollte daher empfohlen werden, so dass mögliche Reste nicht gesundheitsschädlich sind.

Cannabis-Tee

Ein halbes Gramm Cannabiskraut in einen halben Liter kochendes Wasser geben. Etwas Sahne oder Milch hinzugeben. Zehn Minuten kochen lassen. Das Kraut absieben und nach Belieben süßen. Ein oder mehrmals täglich eine Tasse davon trinken.

Da THC bei der Zubereitung eines Tees nur auf 100 Grad erhitzt wird, ist die THC-Ausbeute relativ gering.

Cannabis-Butter

Dieses Rezept ist vor allem für Marihuana-Reste (Blätter, kleine Stängel, männliche Pflanzen) geeignet.

Zutaten: 200 bis 500 Gramm getrockneter Cannabis, 500 Gramm Butter, 1 Liter Wasser.

Von den getrockneten Pflanzen grob die Blüten abschneiden (sie werden für das Rauchen oder die Zubereitung von Tees verwendet). Den Stamm wegwerfen.

Den Rest der Pflanze in kleine Stücke schneiden und in einen Topf geben. Die Butter hinzugeben und mit Wasser auffüllen. 6 bis 12 Stunden köcheln lassen. Zwischendurch mit Wasser auffüllen. Anschließend durch ein Sieb gießen.

Das Butter-Wasser-Gemisch in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag aus der fest gewordenen Butter ein Stück herausschneiden und das Wasser darunter abgießen.
Das restliche Blattgemisch kann noch einmal mit Wasser gekocht werden, um weitere Butter herauszulösen.

Die Butter kann zum Backen von Keksen oder zur Herstellung von Knoblauchbutter oder Ähnlichem verwendet werden.

Pharmabranche fürchtet sich von Cannabis als Medizin

Die medizinische Verwendung von Cannabis in den USA hat zu einem Rückgang der Verwendung anderer Medikamente geführt.
Das gefehlt der Pharmaindustrie nicht und deswegen versucht zulassung von Cannabis zu blockieren, besonders in Deutschland.

Legaler medizinischer Einsatz von Cannabisprodukten in Deutschland

Seit 1. März 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland erstmals verschreibungsfähig.

Jeder Arzt und jede Ärztin kann diese Medikamente auf einem privaten Betäubungsmittelrezept verschreiben.
Für das Verordnen von Cannabinoid-Medikamenten auf einem Betäubungsmittelrezept benötigt man keine Ausnahmeerlaubnis.
Zur Verfügung stehen Medikamenten auf Cannabis-Basis (Dronabinol, Nabilon, Sativex).

Die Verschreibungshöchstmenge für Cannabis beträgt 100 000 mg (100 g) in 30 Tagen. Derzeit können Cannabisblüten mit einem Gehalt an THC – dem am stärksten psychotrop wirksamen – Cannabinoid von circa ein bis circa 22 % verordnet werden. Bei einer Verschreibung von 100 g Cannabis kann die verordnete Menge an THC daher zwischen 100 und 22 000 mg schwanken. Auf dem Rezept muss neben der Menge auch die Cannabissorte angegeben werden. Es können auch verschiedene Sorten mit unterschiedlichen THC-Gehalten gleichzeitig auf einem Rezept verschrieben werden

Cannabisblüten und -extrakte können daher für jede Indikation verordnet werden, wenn „eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung im Einzelfall nicht zur Verfügung steht“ oder wenn diese Leistung „im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung des behandelnden Vertragsarztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann“.

Vor Behandlungsbeginn muss eine Genehmigung der Krankenkasse erteilt werden, sofern die Behandlung zu ihren Lasten erfolgen soll. Allerdings heißt es im Gesetz, dass dieser Antrag „nur in begründeten Ausnahmefällen“ von der Krankenkasse abgelehnt werden darf. Über die Anträge soll – auch bei Einschaltung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen – innerhalb von 3–5 Wochen entschieden werden.

 

Dronabinol bei Krebs zur Schmerztherapie und Appetitanregung

Dronabinol ist der internationale Freiname für das pharmakologisch wirksamste Delta-9-Tetrahydrocannabinol, der pharmakologisch wirksamste Bestandteil der Hanfpflanze. Es ist in Deutschland auf einem Betäubungsmittelrezept rezeptierfähig.

Das halbsynthetische THC Dronabinol ist in Deutschland und anderen Staaten unter dem Handelsnamen Marinol® erhältlich.

In Deutschland wird Dronabinol aus Faserhanf von THC Pharm aus Frankfurt und Bionorica Ethics aus Neumarkt hergestellt. Das Dronabinol dieser Firmen kann von Apotheken zur Herstellung von Arzneimitteln (Kapseln oder Tropfen) erworben werden. Apotheker verwenden dazu die offiziellen Rezepturvorschriften des DAC (Deutscher Arzneimittelkodex), eine Institution der deutschen Apothekerverbände.

Die therapeutische Verwendung von Marinol ist in den USA auf zwei Indikationen beschränkt: Appetitlosigkeit bei Gewichtsverlust von Aids-Patienten sowie Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie. Das deutsche Gesetz sieht eine derartige Beschränkung nicht vor. Dronabinol kann bei jedem Krankheitszustand rezeptiert werden, bei der sich der behandelnde Arzt einen Behandlungserfolg verspricht.

Die Verordnungshöchstmenge für Dronabinol beträgt 500 mg Dronabinol in 30 Tagen.

Marinol:

Grundsätzlich kann jede Apotheke eine Erlaubnis zur Einfuhr von Marinol beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragen. Apotheken können sich auch an einen der Importeure wendet, die bereits eine Importerlaubnis haben.

Ein Milligramm Marinol kostet je nach Packungsgröße etwa 3-5 Euro. Das ist etwa 50mal teurer als das THC in natürlichen Cannabisprodukten wie Marihuana oder Haschisch. Der Apothekenabgabepreis für 60 Kapseln zu 2,5 mg (= 150 mg) beträgt ca. 530 Euro. 25 Kapseln zu 5 mg (= 125 mg) kosten 450 Euro, und 60 Kapseln zu 10 mg (= 600 mg) kosten 1681 Euro.
Dronabinol von THC Pharm bzw. Delta 9 Pharma kostet weniger als ein Drittel des Preises von Marinol. 500 mg Dronabinol kosten den Apotheker 210 Euro und den Patienten etwa 465 Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind im Allgemeinen nicht zur Kostenübernahme verpflichtet. Viele Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten, im Einzelfall bis zu 800 Euro pro Monat. Der Arzt oder der Patient sollten vor der Verschreibung Kontakt mit der Krankenkasse aufnehmen und fragen, ob sie bereit ist, die Kosten für Dronabinol zu übernehmen.

Sativex® Arzneiwirkstoff: Nabiximols

Sativex  natürlicher Extrakt aus Hanfblüten enthält Dronabinol und Cannabidiol (CBD) in einem Verhältnis von etwa 1:1.

Es ist ein Spray auf Alkoholbasis zur Anwendung in der Mundhöhle. Ein Sprühstoß enthält 2,7 mg Dronabinol und 2,5 mg CBD.

Sativex wird angewendet als Zusatzbehandlung für eine Verbesserung von Symptomen bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS), die nicht angemessen auf eine andere anti-spastische Arzneimitteltherapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik verbundenen Symptomen während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen.

 Sativex ist zugelassenes Arzneimittel bei mittlerer und schwerer Spastik bei Multipler Sklerose („Mittel der letzten Wahl“),  voll erstattungsfähig, KK übernimmt Kosten.

Abhängigkeit von Cannabis und Dronabinol

Cannabis und Dronabinol besitzen ein Suchtpotential. Die Entzugssymptome sind etwa so stark wie beim Tabak.

Sie sind abhängig von der Dauer und der Dosierung. Zudem gibt es Unterschiede von Person zu Person.

Nach dem Absetzen großer Dosen wurden Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit, Albträume und in geringem Maße auch körperliche Symptome (Speichelfluss, Durchfall) für einige Tage beobachtet.

Erklärfilm für die Möglichkeiten der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Deutschland (Sativex, Dronabinol und Nabilon) (Länge des Films: 20 Minuten).

Autofahren nach Cannabis, THC

Der Konsum von Cannabisprodukten kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit und damit die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr ist beim Rauchen von  Cannabis etwa 2 bis 4 Stunden reduziert.

Je nach THC-Dosis (7 – 32mg THC) kann während der akuten Rauschphase zu einer Reduzierung der Fahrtüchtigkeit kommen, die in etwa einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,3 – 0,9 Promille entspricht. Durch den gleichzeitigen Konsum von Alkohol, anderen Drogen und Medikamenten kann die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit verstärkt werden.

Das Führen eines Kraftfahrzeuges unter dem Einfluss von Alkohol und auch unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel wird als Ordnungswidrigkeit behandelt und mit einer Geldbuße bestraft.
Häufig droht zudem ein Fahr-Verbot von bis zu drei Monaten oder auch der Verlust des Führerscheins.

Bei der Einnahme von Dronabinol in therapeutischen Dosen tritt im Allgemeinen keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit auf.

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11 Kommentare

  1. Christine Milde

    Das Problem ist doch, dass diese Medikamente sehr teuer sind fuer eine Rentnerin mit wenig Geld. Und jemanden ansprechen, der mir evtl. Etwas besorgen könnte ist auch schwierig. Also, was bleibt mir übrig? Schweres Thema für mich. Mit dem Medi haette ich schon den Vorteil essen zu können, schlafen, schmerzen minimieren.

  2. Margot Kirstein

    Ich selber nehme sei 6Monaten CBD (Brutkrebs operiertund in der Nachsorge) bekommt mir sehr gut. Meine Tochter ist schizophren sie nimmt verschiedene Neuroleptika,die sehr stoerende Nebenwirkungen verursachen. CBD kann ja auch die Schizophrenie lindern, fragte ihren Psychiater danach , er hat nicht mal eine Ahnung wobei es sich bei CBDOel handelt. Jetzt frage ich mich ob ich es verantworten kann es beiihr damit zu versuchen ?!

    • Ich glaube, CBD Oel kann nicht schaden. Mit THC würde ich vorsichtig sein.
      Leider auch CBD verursacht Nebenwirkungen, wie Schläfrigkeit, Ermüdung/Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden und Reizbarkeit.

    • Mit THC würde ich wirklich aufpassen. Ich nehme aktuell auch ein Hanfvollextrakt aber nur mit unter 0,2 thc. Völlig Legal. Ich habe seit dem keine Schmerzen mehr. Bin ausgeglichen und kann Nachts wieder richtig gut schlafen. Ich war auch davor immer sehr gereizt und jetzt bin ich total ausgeglichen. Innerlich nicht mehr so angespannt aber trotzdem fit. Ist hergestellt in Deutschland und Bioqualität. Vollextrakt heisst, mit über 100 Cannabinoide enthalten.

  3. Hallo,ich möchte auch versuchen mit CBD und THC ( diagnose Blutkrebs- CLL . Warten bis alle Organe mit dem krebs befallen sind macht mir totall Angst.Weiss Jemand wo kann ich die Medikamente kaufen kann???

    • Hallo Anita ich empfehle dir Produkte von Kannaway . Die werden schon ab 4 Dezember in EU ohne Probleme zu Kaufen . Sind Zugelassen und die Wirkung schon von Menschen bestätigt . Schau einfach rein und Entscheide selber https://www.facebook.com/hanfcanabisCBD/notifications/

    • Hallo liebe User, meine Schwester hat Darmkrebs. Ich verspreche mir viel von Hanföl. Woher kann ich das kriegen und welches Öl genau ? Bitte hilft mir ….

      • ob Hanföl die Krebszellen zerstören kann ist fraglich. Bei mir hat es nicht funktioniert.
        In jedem Fall hilft cannabis bei Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, sowie bei Schmerzen.

        Wo man kaufen kann, kann ich nicht beantworten. Ich habe damals selbe für mich hergestellt, habe aber auch nichts mehr.
        Sehr gute Infos über Cannabis finden Sie hier auf der Seite. http://www.cannabis-med.org/.
        Darunter gibt es auch ein Forum, wo man Fragen stellen kann.

        Ich persönlich bevorzuge Krebsbehandlung von Ärzten aus Karzinomzentern und von anthroposophischen Ärzten.

  4. Mit THC würde ich wirklich aufpassen. Ich nehme aktuell auch ein Hanfvollextrakt aber nur mit unter 0,2 thc. Völlig Legal. Ich habe seit dem keine Schmerzen mehr. Bin ausgeglichen und kann Nachts wieder richtig gut schlafen. Ich war auch davor immer sehr gereizt und jetzt bin ich total ausgeglichen. Innerlich nicht mehr so angespannt aber trotzdem fit. Ist hergestellt in Deutschland und Bioqualität. Vollextrakt heisst, mit über 100 Cannabinoide enthalten.

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