Enzymtherapie

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Enzyme in Krebsbehandlung

Enzyme sind Proteine (Eiweißstoffe), die in lebenden Mikroorganismen, Tieren, Enzymtherapie bei KrebsMenschen und Pflanzen gebildet werden wo Stoffwechselprozesse beziehungsweise chemische Reaktionen stattfinden.

Enzyme, früher bekannt als Fermente, steuern wichtige chemische Reaktionen im Organismus, ermöglichen oder beschleunigen Veränderungen in den Zellen, ohne sich dabei selbst zu verbrauchen.

Viele Enzyme haben ihren Einsatz in der Komplementären Behandlung bei Krebserkrankungen.

  • Sie stimulieren und unterstützen Immunsystem
  • Können Rückgang oder Stillstand der Erkrankung auswirken,
  • können eine Metastasierung (Absiedlung von Tochtergeschwülsten) vermindern
  • Minderung der Nebenwirkungen bei Bestrahlung und Chemotherapie

Immunologischen Wirkungen der Enzyme:

Wenn Tumorzellantigene mit Antikörpern reagieren, kommt es zur Bildung von Immunkomplexen, auch blocking factors genannt, die den Tumorabwehr blockieren.
Enzyme sind in der Lage, diese Immunkomplexe abzubauen, so dass die Aktivität der Fresszellen und Killerzellen sich gegen die Tumorzellen richten kann.

Tumorzellen sind dazu fähig, sich zu „verstecken“, sie bauen um sich einen Mantel aus körpereigenem Fibrin, so dass die körpereigene Abwehr sie nicht erkennen kann.
Enzyme verhindern, dass die Tumorzellen einen Schutzschild aus Fibrin aufbauen und machen sie für den Immunsystem angreifbar.

Enzyme enttarnen Tumorzellen, sodass diese für das Immunsystem erkennbar werden. Sogenannte Immunkomplexe, die das Abwehrsystem irritieren, werden von Enzymen aufgelöst. Killer- und Fresszellen können somit ihre Aktivität erneut gegen Tumorzellen richten.

Die tierischen und pflanzlichen Enzyme können unter anderem die Eiweißhüllen von Krebszellen zerstören und sie so für die eigene Körperabwehr besser erkennbar machen.

Enzyme sind für die Zerstörung der Krebszellen mitverantwortlich.
Enzyme fördern Bildung des so genannten Tumornekrosefaktors TNF, der regelt die Aktivität von verschiedenen Immunzellen und kann den Zelltod, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Zytokine anregen. Durch die Zytokine wird das Immunsystem verstärkt aktiviert.

Enzyme wirken gegen Metastasen Bildung.

Enzyme verbessern auch die Fließeigenschaften des Blutes. Im schneller fließenden Blut haben die von Haupttumor abgelöste Tumor Einzelzellen weniger Möglichkeiten sich irgendwo im Körper anzuheften und anzuwachsen. Sie werden von Immunsystem abgebaut.

Enzyme gegen Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung

Enzyme können Entzündungen hemmen und Gewebeschwellungen beseitigen.

 Was in mehreren Studien nachgewiesen wurde, bei Enzymgabe während der Behandlung verbesserte sich die Verträglichkeit der Chemotherapie, erhöhten sich Langfristig die Heilungschancen, die Lebensqualität hat sich verbessert.

Bei Patientinnen mit Eierstockskrebs zeigte sich, dass die Leberschädigung unter Enzymtherapie geringer war.

Bei der Behandlung von Myelomen (Knochenmarkkrebs, Plasmozytom) eine Gabe von Enzymen während der Chemotherapie zeigte eine fast doppelt so gute Wirksamkeit der Behandlung, wie ohne Enzyme.

Die natürliche Darmflora wird durch Enzyme günstig beeinflusst, Durchfälle oder Erbrechen können gemildert werden.

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Das Strahlenödeme, die Spätfolgen- Strahlenfibrose und Narbenbildung können stark verringert werden.

Unter Enzymtherapie nach Entfernung der Brust bei Brustkrebs wird die Bildung von Lymphödem verringert.

Bei Mastopathie, einer gutartigen Brusterkrankung werden unter Enzymtherapie die Verhärtungen der Brustdrüse abnehmen.

 Enzym Präparate

 Als Unterstützung für die Krebstherapie werden eiweißspaltende (proteolytische) Enzympräparate eingesetzt.

 Aus Pflanzen gewonnene Enzyme sind dazu am besten geeignet Bromelain aus der Ananas und Papain aus der Papaya.
Aus Bauchspeicheldrüsen von Tieren werden in hochgereinigter Form Enzyme Trypsin und Chymotrypsin gewonnen.

Es gibt sie als Mono- oder als Kombinationspräparate. Die Wirkung der Kombinationspräparate ist effizienter als der Einzelpräparate, da sich die verschiedenen Enzyme im Körper gegenseitig aktivieren.

Die Enzympräparate werden meist in Form von Dragees eingenommen.

Präparatebeispiele:
Phlogenzym, Enzym-Wied N, Wobenzym plus, Wobe-Mucos NEM, KaRazym, Wobenzym P, Bromelain POS, Regazym Plus, Proteozym, Repairzym Ortho4Health.

Enzympräparate sind nicht verschreibungspflichtig und somit von der Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgenommen.

Bei einer Intensivbehandlung können je nach Präparat pro Jahr Kosten bei paar Hundert Euro liegen.

KaRazym von Volopharm GmbH

Hat sehr hohe Proteolytische Gesamtaktivität: mind. 1800 FIP pro Tablette
Kosten sind im Vergleich mit einigen anderen Präparaten niedrig, ca. 60 EURO für 3 Monate, 2×2 Tabletten täglich

1 Tablette KaRazym® (magensaftresistent) enthält:

Bromelain 90 mg
Papain 120 mg
Pankreatin 25 mg (enthält Trypsin, Chymotrypsin, Lipase und Amylase)
Rutin 50 mg

Wobe-Mucos

Eine Tablette Wobe-Mucos enthält mindestens 1500 F.I.P-Einheiten

1 Tablette Wobe-mucos magensaftresistente Tabletten enthält:

Papain (Papaya) 54 mg,
Trypsin (Rind,Schwein) 58 mg,
Chymotrypsin (Rind) 30 mg

Dosierung: Nehmen Sie während der Therapie täglich 3 mal 4 Tabletten ein. Nach der Therapie wird auf 2 mal 3 Tabletten täglich reduziert.

 

 Nebenwirkungen einer Enzymtherapie

Als Nebenwirkungen (meistens bei zu hohen Dosierung) kann zu Beschwerden von Magen-Darm-Trakt kommen: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, selten Übelkeit.

Dosierung Empfehlung:

Um eine optimale Wirkung zu erzeugen wird Anfangs bei erhöhtem Bedarf tägliche Dosis von ca. 10.000 FIP-Einheiten, in der Folge bei 7.000 FIP-Einheiten empfohlen (Quelle: Volopharm GmbH).

Während Chemotherapie oder Strahlentherapie wird in der Literatur die tägliche Einnahme von mindestens 4.000 FIP-Einheiten (Enzymatische Aktivität) empfohlen.

Die Tabletten am besten 2-mal täglich jeweils 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit einnehmen. Die Anwendung über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) ist möglich.

 Die proteolytische Aktivität FIP

Die proteolytischen (eiweißspaltenden) Enzyme entfalten eine eiweißspaltende Aktivität, angegeben in internationalen Einheiten nach FIP (Federation International Pharmaceutique).

Gute Enzympräparate enthalten reine Enzyme, minderwertigere Enzympräparate (z.B. aus dem Lebensmittelhandel) enthalten Fruchtpulver aus Ananas oder Papaya.

Je höher die angegebene Aktivität in FIP, desto qualitativ hochwertiger ist das Präparat.

Magensaftresistente Tabletten

Enzympräparate bei Krebstherapie müssen vor dem aggressiven Magensaft geschützt werden, da sie erst im Darm ihre Wirkung entfalten. Erst im Darm gelangen sie über den Blutkreislauf in den Körper.

Wechselwirkungen von Enzympräparaten

Vorsicht bei Einnahme von Enzympräparate bei Patienten die Marcoumar einnehmen.
Marcoumar ist ein starker „Blutverdünner“, und verzögert die Blutgerinnung.

Inhaltsstoffe der Enzympräparate:

sind zum Beispiel Bromelain (pflanzlich), Papain (pflanzlich), Trypsin (tierisch) oder auch Chymotrypsin (tierisch).

 Bromelain (pflanzlich),

Bromelain aus Ananas und deren Blätter erhöht den Tumor-Nekrose-Faktor, die T-Zellen-Aktivierung und stört den Zellzyklus der Krebszelle.

In Studien konnte Bromelain das Wachstum der Krebszellen bei Leukämie, Lungen- und Lymphdrüsenkrebs um mind. 80% hemmen.

In hohen Konzentrationen von 600mg /Tag (Präparatname “Extranase”) über eine Anwendungszeit von mehreren Wochen, ist es laut dem französischen Internisten Gérard zu einem “beachtlichen Rückgang” von bösartigen Tumoren, besonders bei Brustkrebs, Darmkrebs und Magenkrebs gekommen.

In anderen Studien konnte Bromelain Metastasierung in die Lunge verhindern.

Bromelain solle die Wirkung der Chemotherapie sehr stark erhöhen

Laut dem Cancer Research Institute der Universität von Hawaii, steigert Bromelain die Wirksamkeit der Chemotherapeutika wie z.B. Mitomycin C und Adriamycin um 250% *6, desweiteren werden die Nebenwirkungen der Chemotherapie gemindert.

Quelle Barbara Simonsohn “Die sagenhafte Heilkraft der Ananas” 4te Auflage, 20012

Papain (pflanzlich) aus Papayafrucht

Die Papaya wird seit Jahrhunderten von Indianern Mittel- und Südamerikas, von den Aborigines, den australischen Ureinwohnern sowie von den Kahunas auf Hawaii als traditionelles Krebsheilmittel angewandt.

Umfangreich untersucht wurde die Wirkung der Papaya bei Krebs in den Jahren zwischen 1992 und 1995 im Amt für Medizinische Chemie und Pharmakologie von den Wissenschaftlern Dr. Jerry L.McLaughlin, Dr. Yan Zhang, Dr. Qing Ye und Geng-Xian Zhao, unterstützt durch das Nationale Krebs- und Gesundheitsinstitut der Vereinigten Staaten, das NCI.

Nach ausgedehnten Forschungen kam man zu dem Ergebnis, dass in allen Teilen des Papayabaumes krebstötende Substanzen vorkommen, vor allem aber in den Blättern, Stielen und kleinen Ästen.

Bis zum heutigen Zeitpunkt existieren über 600 wissenschaftliche Studien zur Heilkraft der Papaya bei Krebs und die australische Regierung informiert ganz offiziell über die Papaya als Heilpflanze bei Krebs.

Die Papaya-Enzyme verfügen über eine spezielle eiweißauflösende Kraft, greifen aber lediglich krankes Gewebe (Krebsgeschwulste) an, verschonen dabei die gesunden Zellen.

Der Erste, der Papaya gegen Krebs ausprobiert hat, war Stan Sheldon, der dieses erfolgreich gegen seinen Lungenkrebs angewandt hat. Bei Stan Sheldon wurde im Jahre 1962 ein schnell wachsender Lungenkrebs auf beiden Lungenseiten entdeckt. Dieser lag schon im Sterben, als ihm ein alter Aborigine ein geheimes Papayarezept verriet, das von einem Schamanen stammte. Sheldon trank täglich 200ml des Getränks, begleitet von 3 Teelöffeln Melasse, einem weiteren Heilungsgeheminis der Aborigines.

Zwei Monate später stellte man bei Sheldon im Rahmen seiner Röntgen-Untersuchungsrutine vollkommen gesunde Lungen fest, weitere Untersuchungen bestätigten das Ergebnis. Seine Erfahrungen teilte Sheldon mit anderen Krebskranken, 16 von Ihnen wurden komplett geheilt!

 

 

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2 Kommentare

  1. Hallo,

    wie erhalte ich Enzympräparate gegen meinen Darm- und Leberkrebs ? Nicht alle Ärzte haben Erfahrungen damit und können mir weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Ahl

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