Ernährung bei Krebs

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Ernährung bei Krebserkrankungen,
Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine

Was die Krebskranken Ernährung bei Krebsessen sollen oder dürfen?  Allgemen wird mediterrane Küche mit Fisch, Geflügel, Gemüse und Olivenöl bevorzugt, dazu Vitamin B17, Kurkuma und andere.

Die Idee, bei den Essgewohnheiten uns Europäern mit Asiaten zu vergleichen wird oft in verschiedenen Studien praktiziert. Ist es aber überhaupt realistisch das zu tun?.
Vor ca. 40 000 Jahre haben sich die Asiaten von den Europäern genetisch abgetrennt.
Die Evolution ginge andere Richtung, was wir gegessen haben, was wir vertragen.

Ein Beispiel für die Unterschiede: die Asiaten vertragen keine Milch, weil sie genetisch eine andere Entwicklung durchgemacht haben.

In einem Bericht des World Center Research Fund (WCRF) wird dem Krebskranken empfohlen, sich genauso wie alle Gesunden zu ernähren.
Bevorzugt wird empfohlen die mediterrane Küche mit Fisch, Geflügel, viel Gemüse und Olivenöl.
(Empfohlen werden auch Tomaten, Brokkoli, Äpfel, Grüner Tee, Gewürze Curcuma und Ingwer).

Medikamente und Lebensmittel  können gefährliche Wechselwirkungen mit Arzneien verursachen.
10.000 Menschen sterben jährlich an unerwünschte Arzneimittelwirkung, 25.000 leiden an schwere Nebenwirkungen. Besonders gefährdet sind über 70 jährige
Lesen Sie darüber hier: =>   Wechselwirkungen

Der Mensch ist von seinem Gebiss, seiner Beißmuskulatur, seinen Darm-, Verdauungs- und Ausscheidungs-Tätigkeiten ein “Allesfresser” (Omnivore).  Vergleichbar mit Schweinen und hochentwickelten Primaten ist er auf eine vegetabile Mischkost mit Fleisch, Fisch, Geflügel, Getreide und Milch-(Produkten) angewiesen.

Verzehr von reichlich Obst und Gemüse hat kaum Einfluß auf das Krebsrisiko!

Ergebnisse der European Prospective Investigation in Nutrition and Cancer (EPIC)

“Gesunde Kost” hat kein Einfluß auf das Krebsrisiko bei den meisten Krebsarten wie Brust-, Pankreas-, Nierenzell-, Blut- und Prostatakrebs sowie Lymphome.

Nur bei Speiseröhrenkrebs, Lungenkrebs nur bei Rauchern, und Darmkrebs – nur bei Ex-Rauchern- ergab sich eine geringe Senkung des relativen Risikos um acht bis neun Prozent.

Die europäische EPIC-Studie mit allein 53.000 Teilnehmern in Deutschland und 500.000 in ganz Westeuropa ist im Jahr 1992 gestartet. Die Studienteilnehmer machten bei Rekrutierung in Fragebögen detaillierte Angaben über individuelle Gewohnheiten (z.B. ihre Ernährung) und ihren Gesundheitszustand. Weiterhin wurden Blutproben entnommen und anthropometrische Daten wie beispielsweise Körpergewicht, Körpergröße oder Taillenumfang erfasst.

Viele Ärzte stellen fest, dass onkologischen Patienten fehlen hauptsächlich Selen, Zink, Vitamin D3 sowie Coenzym Q 10, Omega-3-Fettsäuren, gelegentlich auch Vitamin B6 und B 12 und L-Carnitin.
Bei starker Abmagerung kommen z. T. dramatische Mängel von Eiweiß und weiteren Aminosäuren sowie bei starker Mangelernährung ein breites Mikronährstoffdefizit hinzu.

S3-Leitlinie Ernährung bei Krebs

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. hat zusammen mit anderen Fachgesellschaften hat Leitlinien für Klinische Ernährung in der Onkologie ausgearbeitet, die noc h bis bis 30.10.2020 gültig ist.
Die S3-Leitlinie umfasst die stationären und ambulanten Versorgungsebenen, sowie die Versorgung der Patienten in Pflegeheimen.
Die S3-Leitlinie ist hier zum Runterladen: =>  S3-Ernährung_in_der_Onkologie


Veränderungen im Geschmacksempfinden bei Krebs

Bei Krebserkrankungen kommt es häufig zu Veränderungen im Geschmacksempfinden und Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, z. B. Fleisch oder Süßes.
Fleisch kann plötzlich bitter schmecken, Süßes kann intensiver oder weniger intensiv empfunden werden. Manches kann metallisch, bitter oder fad schmecken.

Berücksichtigen Sie diese Veränderungen in Ihrem Speiseplan und zwingen Sie sich nicht zum Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln.
Fleisch ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Wenn Sie kein Fleisch mehr mögen, versuchen Sie vermehrt auf Milch und Milchprodukte, Käse, Ei, Soja und Fisch zurückzugreifen.
Es besteht auch die Möglichkeit zusätzlich zur normalen Nahrung über energie- und eiweißreiche Trinknahrung den Bedarf zu decken.

Tipps der Deutschen Krebshilfe für eine gesunde Ernährung bei Krebs:

  • Essen Sie vielseitig und abwechslungsreich.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, am besten der Saison entsprechend.
  • Essen Sie wenig Fleisch und Fleischwaren. Ein- bis zweimal pro Woche sollte eine Fischmahlzeit auf dem Tisch stehen.
  • Essen Sie wenig Fett und fettreiche Lebensmittel.
  • Essen Sie reichlich Vollkornprodukte (zum Beispiel Vollkornbrot,
    -nudeln, vollwertige Getreideprodukte) und Kartoffeln.
  • Trinken Sie selten Alkohol und wenn, dann nur in geringen Mengen.
    Decken Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1,5 Litern zum Beispiel mit Wasser und kalorienarmen Getränken.
  • Rauchen Sie nicht! Die Kombination von Rauchen und Alkohol vervielfacht das Risiko.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.
  • Bewegen Sie sich viel.
  • Verwenden Sie nur einwandfreie Lebensmittel.
  • Achten Sie auf schonende und schmackhafte Zubereitung.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.

Ein hoher Obst- und Gemüseverzehr senkt die Wahrscheinlichkeit für Speiseröhren- und Dickdarmkrebs. Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt täglich 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen, mindestens 650 g täglich. Das sind zum Beispiel 3 Portionen Gemüse (400 g) gegart, roh und/oder Blattsalat plus 2 Portionen Obst (250 g).
Zwischen 400 und 650 g Gemüse am Tag essen, bei einem 4-Personenhaushalt sind das pro Woche 18 kg Gemüse!

Reichlicher Verzehr von Vollkornprodukte solle das Dickdarmkrebsrisiko senken. Sie liefern viele Ballaststoffe und ermöglichen es, die empfohlene Menge von mindestens 30 g pro Tag zu erreichen.

Bei einem unerwünschten Gewichtsverlust wird dem Kranken empfohlen sein Gewicht zu halten, durch:

  • fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag, alles was der Kranke gerne mag
  • Viele fettige und süße Speisen, um die verspeiste Kalorie Menge zu erhöhen
  • Bei Bedarf zusätzlich Eiweißkonzentrate
  • Bei Bedarf Trinknahrung zu sich nehmen
  • Als Ergänzung Omega-3-Fettsäuren

 

Laborversuche lassen sich nicht auf den Menschen übertragen

Erfolgsmeldungen sind mit Vorsicht zu betrachten

Immer wieder schreiben Medien über die vermeintlichen pflanzlichen Wunderwaffen gegen die bösartigen Tumorwucherungen. Aber was ist wirklich dran?

Die Forscher testen den Wirkstoff an Zellkulturen in Petrischalen im Labor und nicht am Patienten selbst.
Die Forschungsarbeiten befinden sich also noch in einem frühen Stadium und ihre Ergebnisse sind nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar.

Von Versuchen in der Petrischale bis zur Anwendung eines Arzneimittels mit diesem Wirkstoff am Menschen, ist es ein weiter Weg. 

Die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer und Nutrition) untersucht seit längerem den Einfluss der Ernährung auf die Krebsentstehung und andere chronische Krankheiten. Haupterkenntnisse aus der Studie:

  • Ballaststoffe und Fisch reduzieren das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Umgekehrt können rotes Fleisch und Wurstprodukte das Risiko erhöhen.
  • Obst und Gemüse beeinflussen allerdings nicht das Risiko für Brust- und Prostatakrebs.
  • Die Kombination von vier positiv wirkenden Verhaltensweisen – Nichtrauchen, regelmäßige Bewegung, moderater Alkoholkonsum und fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag – kann nach einer ersten Untersuchung das Leben um rund 14 Jahre verlängern.

Alufolie beim Kochen und Grillen erhöht Gesundheitsrisiko

Bei Zubereitung von Speisen werden Lebensmittel oft in Alufolie gewickelt.
Vorsicht! Alufolie kann Aluminium in bedenklicher Menge an die Lebensmittel abgeben.

Mehr lesen hier: => Alufolie Gesundheitsrisiko

 

Übergewicht und Krebs

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass ein hoher Body-Maß-Index ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen von Brust, Gebärmutter und Eierstock sowie auch der Prostata aufzeigt.
Auf Basis der Ergebnisse errechneten Forscher, dass Fettleibigkeit und Übergewicht für 14 %
aller Krebstodesfälle bei Männern und 20 % bei Frauen verantwortlich gemacht werden können.

Eine leichte Gewichtszunahme in höherem Alter ist hormonell bedingt, ist normal und schützt vor Osteoporose. Eine starke und dauerhafte Gewichtszunahme erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken.
Ein Body Mass Index (BMI) von 19-25 ist erstrebenswert

Ein Body-Mass-Index (BMI) unter 22,5 verkürzt das Leben um 3,5 bzw. 2,1 Jahre, ein BMI ab 30 um 3,1 bzw. 3,2 Jahre.

Alkohol

erhöht das Risiko für Tumoren im Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Brust, Dickdarm und Mastdarm. Möglichst ist, dass auch Risiko für Magenkrebs erhöht ist.
Besonders täglicher Alkoholgenuss hat einen entscheidenden Einfluss auf das Krebsrisiko. Der Genuss geringer Alkoholmengen ist tolerabel, sollte jedoch nicht regelmäßig erfolgen.

Es wurde bisher keine Risikobeziehung zu Lunge, Eierstock und Prostata festgestellt.

Fleisch

Fleisch ist wichtig für die Gesundheit. Fleisch beinhaltet zahlreiche Vitamine wie z.B. B1, B6, B12 und die Mineralstoffe Eisen, Zink (wichtig für die Potenz) und Selen. All diese Stoffe können vom menschlichen Körper viel schneller verwertet werden als Vitamine und Mineralstoffe von Pflanzen.

Der Konsum an Fleisch und Fleischwaren, z. B. Wurst, Schinken und Pökelwaren, erhöht das Risiko für Darmkrebs, besonders für Dickdarm und Mastdarm.

Möglich ist auch eine Risikoerhöhung für Krebs der Speiseröhre, Pankreas und Brust.

Fleischlos länger leben Gilt nur für Männer. Eine neue Ernährungsstudie zeigt: die Männer, die Fleisch essen, sterben früher als ihre vegetarischen Artgenossen. Die Studienergebnisse zeigen bei Frauen kein Einfluss vom Fleisch auf das Sterberisiko.

Die Hoffnung, dass der Verzicht auf Fleisch auch vor Krebs schützt, ließ sich nicht bestätigen (Ärzte Zeitung, 08.07.2013). Zwar war bei Vegetariern die Krebssterberate um 8% niedriger als bei Fleischessern, der Unterschied war aber nicht signifikant.

Interessanterweise war die Rate von Todesfällen infolge von Nierenproblemen oder endokrinen Problemen bei Vegetariern um etwa die Hälfte reduziert.

Die Autoren führen dies vor allem auf eine niedrigere Diabetesrate bei den Vegetariern zurück. Auch hier waren die Unterschiede nur bei den Männern signifikant.

Untersucht wurde zudem, ob die Art des Vegetarismus von Bedeutung ist. Pesco-Vegetarier, also solche, die auch Fisch essen, hatten im Vergleich zu Fleischessern die niedrigste Sterberate (minus 19%), wiederum war der Unterschied bei Männern am größten (minus 27%).

Dagegen war der Unterschied bei Lacto-Ovo-Vegetariern mit nur minus 9% bei Männern und Frauen zusammengenommen am geringsten.

Wie in vielen anderen Studien zeigten sich auch hier ein Vorteil für regelmäßigen Fischkonsum und ein Nachteil für den Genuss von Ei- und Milchprodukten.

In dem 2007 veröffentlichten Bericht zur Krebsprävention des World Cancer Research Fund wird empfohlen, den Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren einzuschränken (nicht mehr als 500 g pro Woche), jedoch nicht darauf zu verzichten. Fleisch ist ein wichtiger Eiweißträger und kann bei einer Tumorerkrankung wesentlich zur Deckung des höheren Eiweißbedarfs beitragen.

Sojabohnen

Eiweißstoffe der Sojabohne können das Wachstum verschiedener Arten von Krebszellen hemmen, darunter sind Darm-, Leber- und Lungenkrebs. In den Samen liegt der Anteil an Eiweiß um die 40 Prozent. Einige der Samen (von Sorte abhängig) haben einen hohen Anteil an Ölsäure.

Im Labor konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die im Sojabohnenschrot (das als Nebenprodukt nach der Pressung von Sojabohnen-Samen zur Ölgewinnung zurückbleibt) enthaltenen Eiweißstoffe in der Lage waren, das Zellwachstum von Darmkrebszellen um 73 Prozent zu hemmen, das von Leberkrebszellen um 70 Prozent und das von Lungenkrebszellen um 68 Prozent.

Fazit: die Sojabohnen mit hohem Ölsäuregehalt haben möglicherweise das Potenzial, das Wachstum verschiedener Krebsarten einzudämmen, vermuten die Forscher. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Food Research International veröffentlicht.

Vorsicht! Sojabohnen werden fast immer gentechnologisch hergestellt.  Das geht nicht anders, da die Sojaproduktion weitestgehend nur unter diesen Bedingungen stattfindet.

Vorsicht!  Das Sojaprotein, schon ab 50g Soja täglich, senkt den Testosteronspiegel und lässt den Östrogenspiegel ansteigen, hier nachlesen => Sojabohnen

 

Heilpilze

sind reich an wichtigen Vitalstoffen und Antioxidantien. Die Erfahrungen aus der Praxis und viele internationaler Studien zeigen, dass die Heilpilze auch bei Krebs helfen können. Die Heilpilze sind natürliche Immunmodulatoren.

Heilpilze besitzen einen hohen Gehalt an Triterpenen und Polysacchariden (zum Beispiel die Beta-Glukane). Diese Inhaltsstoffe durch Stimulierung der natürlichen Killerzellen, der T-Helferzellen und der Fresszellen stärken wirkungsvoll das Immunsystem. Heilpilze können durch ihren Reichtum an Beta-Glukanen helfen, entartete Zellen besser zu erkennen und zu bekämpfen. Zudem wird ihnen eine tumorhemmende Wirkung zugesprochen.

In Japan werden Medikamente, die Lentinan enthalten (ein Beta-Glukan des Heilpilzes Shiitake) schon seit langem in der Krebstherapie eingesetzt.

Die Heilpilze können auch eine Linderung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie bringen, zum Beispiel durch ihre entgiftende Wirkung, oder auch eine Minderung von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen (durch den hohen Gehalt an Glykonährstoffen).

Heilpilze können bei einer onkologischen Therapie zu einer deutlichen Verbesserung des Allgemeinzustands und der Lebensqualität beitragen.

Heilpilze sind als Pilzpulverkapseln erhältlich. Das MykoTroph Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde zberichtet, dass sich besonders Kapseln als Pilzpulver bewährt haben, die aus dem ganzen Pilz hergestellt wurden. Nur in den ganzen Pilzen sind alle wirksamen Inhaltsstoffe enthalten.

Besonders der Wirkstoff Cordycepin aus dem chinesischen Raupenpilz Cordyceps sinensis kann Tumorzellen abtöten, zumindest im Reagenzglas. Cordycepin wirkt  besonders gut auf Leukämie-, Brustkrebs- und Prostatakrebszellen, indem es deren Zellskelett zerstört.
Es gibt noch die Frage, ob sich die Ergebnisse aus den Zellkulturen auf den Menschen übertragen lassen.

Zucker und Kohlenhydrate, ketogene Diät

Es kann wissenschaftlich nicht belegt werden, dass Zucker oder allgemein Kohlenhydrate das Krebswachstum fördern oder sich auf Krebsrisiko auswirken.
Auch die Empfehlung, sich zuckerfrei zu ernähren, um gesund zu bleiben, ist wissenschaftlich nicht haltbar.
Es ist bewiesen, dass Krebszellen verstärkt Kohlenhydrate (= Zucker) aufnehmen und für Stoffwechseln brauchen. Auch wenn man in seiner Ernährung ganz auf Zucker verzichtet, wandelt der Körper andere Nährstoffe in Zucker um. Es ist also nicht möglich, Krebs durch Zuckerverzicht „auszuhungern“.

Wissenschaftler haben  herausgefunden (https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.4161/cc.22136), dass Krebszellen sehr wohl ihre „Ernährung“ auf Ketogenene umstellen können, genau wie die normalen Körperzellen.
So können einige Tumoren nicht nur Zucker zur Energiegewinnung nutzen, sondern auch aus Fetten gewonnene Stoffe.
Ob körpereigenes Fett oder von außen mit der Nahrung zugeführte Fettsäuren, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

 

Empfehlung für den Krebskranken:

➜ Maximale Umstellung der Ernährung auf glukosearm und hin zu komplexen Kohlenhydraten,

➜ Molke u. a. Lebensmittel mit rechtsdrehender Milchsäure konsumieren

➜ Weitgehende Reduktion aller glukose- oder dextrosehaltigen Lebensmittel: Zucker, Weißbrot, Weißmehlprodukte, normale Nudeln und Reis, Backwaren aller Art, gezuckerte Lebensmittel aller Art, Süßstoff.
Vorsicht vor versteckten Zuckern wie z.B. in Senf oder Ketchup

➜ Erlaubt sind nach Möglichkeit nur Vollkornprodukte und Soja, Kartoffeln und Obst/Früchte (je mehr Fruktose und bes. Glukose beinhaltend, desto weniger) sowie alle Gemüse/Salate (Stichwort „Regenbogenernährung“: alle Farben auf den Speiseplan) und deren Säfte.

➜  besonders gut: Kohlprodukte, Brokkoli, Knoblauch, Tomaten, Karotten, Kürbis, Sauerkraut/-saft, Auberginen, Zucchini, Bohnen, Linsen, grüne Erbsen, rote Beete, Spinat, Avocado, Ananas, Aprikosen, Zitronen, Äpfel, alle Beeren, Kiwi, Mandarine, Orange, Grapefruit, Papaya, Granatapfel

➜ möglichst keine Weintrauben und Bananen, wenig Honig oder Propolis, keine Trockenfrüchte

Quelle: EANU Aktuelle Gesundheits – Nachrichten Heft 26/2017

Grüne Gurke gegen Krebs

Grüne Gurke mit der Schale essen, da die meisten Nährstoffe sich in der Schale befinden.

Die Bitterstoffe Cucurbitacine, die in Gurken enthalten sind, können laut einer Studie das Wachstum von Leukämie-Zellen unterdrücken. Die Antioxidantien Vitamin C und Vitamin E, die in der Gurke enthalten sind, wirken auch gegen freie Radikale und schützen so die Körperzellen.
Gurken haben auch kleine Mengen an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und das Darmkrebsrisiko senken. 

Die Gurke reduziert auch Cholesterin und wirkt positiv auf den Blutdruck, gehört zu den Lebensmittel mit der niedrigsten Kaloriendichte: 12 Kalorien auf 100 Gramm.

Die in der Gurke enthaltene Flavonoide wirken im Körper entzündungshemmend.
Andere gesunde Inhaltsstoffe in der Gurke sind e Vitamine B, C und E, sowie Kalzium, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor.

Obst

Senkt wahrscheinlich das Risiko für Lungenkrebs, möglichst auch für Blasen und Pankreaskrebs.

Milch und Milchprodukte

senken wahrscheinlich das Risiko auf Krebs von Dick- und Mastdarm.
Es besteht auch ein mögliches erhöhtes Risiko für Prostatakrebs

Zwei große in Schweden durchgeführte Kohortenstudien, die mehr als 60.000 schwedische Frauen (39-74 Jahre) und 45.000 Männer (45-79 Jahre) einbezogen, haben gezeigt, dass

  • Frauen, die täglich mindestens drei Gläser Milch tranken, hatten ein fast doppelt so hohes Mortalitätsrisiko (Frakturen mit Todesfällen), wie Frauen mit weniger als einem Glas Milch täglich. Eine schwedische Studie zeigte, dass Frauen, die mehr als drei Gläser Milch pro Tag tranken hatten ein 60 Prozent höheres Hüftbruchrisiko und starben sogar früher als Frauen, die nur ein Glas Milch tranken. 
  • Bei Männern zeigten sich geringere Einflüsse.
  • Der Konsum von Milchprodukten wie Joghurt und Käse haben einen geringeren Sterberisiko gezeigt.

Die Milch die wir trinken, die Milchprodukte die wir essen, stammen meistens von schwangeren Kühen.
Die schwangeren Kühe haben deutlich erhöhten Östrogen- und Progesteron-Spiegel.
Auch Wachstumshormone befinden sich in der Milch, denn Embryos müssen wachsen.
Ob die Hormone in der Milch auf Entstehung oder Wachstum von Krebszellen Einfluss haben, ist leider noch nicht ausreichend untersucht.

Ballaststoffe

senken wahrscheinlich das Risiko für Krebs von Dickdarm und Magen.

Besonders wertvoll sind Ballaststoffe im Gemüse.
In ihnen steckt das sogenannte Pektin. Es bindet Eiweiße an sich, die eine Rolle
bei der Krebsentstehung spielen. Mindestens 23 Gramm davon sollten es täglich
sein.
Am meisten Pektin steckt in Vollkornprodukten.

Bevorzugen Sie bei Brot, Nudeln und Reis stets die Vollkornvariante. Essen Sie zu
jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse.
Lassen Sie es aber langsam angehen: Steigern Sie langsam Ihren Ballaststoffanteil, der Darm muss sich erst daran gewöhnen.
Trinken Sie reichlich: Ballaststoffe quellen. Wenn Sie dazu ausreichend trinken. Trinken Sie zu wenig, droht
Verstopfung!

Salz

Salz scheint das Krebsrisiko im Verdauungstrakt zu erhöhen. 24 Prozent der Magenkrebsfälle entstehen wegen Konsum von zu salzreichen Lebensmittel.
Empfohlen sind maximal sechs Gramm Kochsalz am Tag.
Vor allem beim Konsum von Fertigkost wird diese Höchstmenge schnell überschritten.

Acetylsalicylsäure (ASS), Aspirin

Die Einnahme von Acetylsalicylsäure zeigt sich als geeignetes Mittel auch zur Prävention von Krebs und bremst sogar die Entwicklung von Metastasen.

Hier mehr über ASS: => Aspirin gegen Krebs

Ginseng

gilt in seiner asiatischen Heimat als Allheilmittel. In der Tat hilft die Ginseng Wurzel bei vielen gesundheitlichen Problemen, zur allgemeinen Stärkung. Es wird empfohlen mindestens 1000 mg pro Tag zu sich zu nehmen. In einer, in den USA, mit 364 Krebspatienten durchgeführter Studie wurde nachgewiesen, dass nach acht Wochen der Einnahme von 2000mg Ginseng pro Tag, die Ermüdungszustände reduziert wurden.

Ginseng kann das Tumorwachstum hemmen. Er stärkt das Immunsystem in dem er die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöht und das Haarwachs nach der Chemotherapie unterstützt.

Ich nähme 2-mal Täglich eine von Ginseng IL HWA Kapseln von Allcura.

Eleu Curarina, Taigwurzel, Syberischer Ginseng Tropfen

Wirkstoff: Eleutherococcuswurzel-Fluidextrakt.
Anwendungsgebiete: Als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz.

Ich nehme Eleu Curarina, 2x 30 Tropfen am Tag. Schon nach einer Woche sind die Nebenwirkungen der Hormontherapie schwächer geworden. Die Abgeschlagenheit und nachlassende Leistung sind wenig geworden.
Nach 3 Monaten solle man 1 Monat Pause machen.

Kurkuma, Curcumin

Curcumin hemmt auch in aggressiven Krebszellen das Enzym Glyoxalase-1, das seinerseits linksdrehende Milchsäure herstellt und dadurch die Milchsäure-Produktion von Krebszellen senkt. Nach einer Studie aus dem Jahr 2003 wirkt Curcumin in Entwicklungsstufen bei Carzinom-Wachstum.
Prof. Dr. Bharat B. Aggarwal, vom Krebszentrum MD Anderson der University of Texas MD in Houston, hat mit seinem Team nachgewiesen, dass es keine Krebsart gibt, die nicht auf Curcumin anspricht. Er fand heraus, dass es direkt auf die Krebsstammzellen wirkt.
Die bewiesenen Wirkungen des Curcumin bei Krebspatienten:

  1. Curcumin hemmt die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen (Proliferation)
  2. Es aktiviert Gene, die für das Selbstmordprogramm der Krebszelle (Apoptose) zuständig sind
  3. Curcumin verhindert die Entwicklung von Blutgefäßen im Tumorgewebe
  4. Es macht die Zellmembran der Krebszellen durchlässiger und damit wird die Wirksamkeit der Chemotherapie und Bestrahlung erhöht
  5. Es aktiviert auch die Proteine, die auf natürliche Weise die Tumorbildung verhindern.
  6. Curcumin wirkt Entzündungen entgegen, in dem es das Protein NF-kB deaktiviert
  7. Curcumin stimuliert das Immunsystem gegen Bakterien, Viren, Pilze und Krebszellen
  8. Es verhindert die Mutation von vorbelasteten Zellen in Krebszellen
  9. Als starkes Antioxidans wirkt es in allen Krebsstadien der Krebsentstehung positiv entgegen

Es gibt dabei ein Problem, dass bei der Verwendung von herkömmlichem Curcumin zur PCa-Behandlung, nur ein kleiner Teil der eingenommenen Menge im Organismus wirksam wird, die Bioverfügbarkeit ist ungenügend. Neue Forschungsergebnisse haben gezegt, dass durch Bildung eines sog. Curcumin-Phospholipid-Komplexes, die Bioverfügbarkeit und die wachstumshemmende Wirkung von Curcumin um das 29-fache erhöht wird. Einige Krebskranke (meiste schon älter als 70 oder 80) schwören auf die Wirksamkeit von Präparat “Curcumin K2″ (bisher Menacur), von Dr. Jacob´s Medical, 2 Kapseln am Tag, Verpackung mit 60 Kapseln.

Es gibt Hinweise, dass die beste Wirkung von Kurkuma gegen Krebs erreicht man bei Tagesdosis von 4 bis 8 Gramm am Tag.

Laut der University of Maryland werden folgende Dosierungen von Kurkuma empfohlen:

➜ Wurzel: 1.5 – 3 g pro Tag
➜ Getrocknet, Pulver: 1 – 3 g pro Tag
➜ Extrakt (flüssig, 1:1) : 30 – 90 Tropfen pro Tag
➜ Tinktur (1:2) : 15 – 30 Tropfen, 4 mal am Tag

Die empfohlene Dosis an Curcuminpulver-Supplementen beträgt:  400 – 600 mg, 3 mal am Tag.

Vitamin-D

Es wurde festgestellt, dass das Auftreten von Brustkrebs; Dickdarmkrebs um 60% reduziert werden kann (um 78%, wenn Ergänzung mit Vitamin D für mehr als ein Jahr fortgesetzt wurde). Zwei neuere Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass der Vitamin-D-Blutspiegel zur Zeit der Krebsdiagnose stark mit Überleben korreliert, was stark darauf hinweist, dass Vitamin D eine wichtige Rolle hat, nicht nur in der Krebsprävention, sondern auch in der Therapie.
Patienten mit hohem Vitamin-D-Spiegeln hatten ein 50% erniedrigtes Rückfallrisiko ihrer Erkrankung im
Vergleich zu Patienten mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel.
Potenziell könnten sehr viele Fälle von Krebs jedes Jahr allein durch eine ausreichende Ergänzung mit Vitamin D verhindert werden.

 

Aprikosenkerne, Vitamin B17

Bittere Aprikosenkerne enthalten eine Blausäureverbindung: Amygdalin, ein Stoff der Krebszellen vernichtet, gesunde Zellen aber nicht antastet.
Während einige Berichte von Heilerfolgen sprechen, wird eine Selbsttherapie mit amygdalinhaltigen Aprikosenkernen abgeraten, da es zu Blausäurevergiftungen kommen könne

Amygdalin gehört zu Cyanide, Blausäureverbindungen, genauso wie Zyankali (ein sehr starke Gift, schon wenige Milligramm genügen, um innerlich zu ersticken)

Manche Menschen essen trotz Warnungen gezielt und regelmäßig bittere Aprikosenkerne in grösseren Mengen, als Schutz oder sogar als Heilmittel gegen den Krebs. Interessant ist, das sie sich nicht vergiftet haben und manche wurden von Krebs geheilt.

Amygdalin wird oft auch Laetril oder Vitamin B 17 genannt und ist selbst nicht giftig. Giftig sind zwei seiner Abbauprodukte: Cyanid und Benzaldehyd. Während Benzaldehyd auch im Weißwein enthalten ist und erst in höheren Dosen gesundheitsschädlich wirken soll, gilt Cyanid bereits in kleinsten Dosen als hochgiftig. Neben Cyanid und Benzaldehyd stecken im Amygdalin auch zwei Zucker-Moleküle (Glucose). Wen das Amygdalin im Körper erscheint, erkennen die Krebszellen den Zucker darin und wollen ihn haben. Also bauen sie das Amygdalin auseinander, um an die beiden Zucker-Moleküle zu gelangen. Dabei werden jedoch auch das Cyanid und das Benzaldehyd frei, die jetzt zum Ersticken der Krebszelle führen.

Regelmäßig zugeführtes Vitamin B17 solle vor der Entstehung von Krebs schützen, indem bereits die Anfänge einer Krebserkrankung beseitigt werden. Dafür ist bereits eine geringere Menge von dem Vitamin ausreichend, wenn die Zufuhr regelmäßig stattfindet (Apfel- und bittere Aprikosenkerne).

Nach dem Ausbruch einer Krebserkrankung sind große Mengen des Vitamins B17 erforderlich, um den Krebs beseitigen zu können. Um das zu erreichen sind Infusionen mit Amygdalin/Vit. B17 als Medikament Laetrile notwendig.
Laetrile greift selektiv die Krebszellen an und beseitigt ausschließlich Tumorzellen im Körper.

Die meisten gesunden Zellen sollen Enzym Rhodanase enthalten. Käme die gesunde Zelle mit freien Cyanid-Molekülen in Kontakt, dann binde die Rhodanase die Cyanid-Moleküle an Schwefel-Moleküle. Dadurch entstünden unschädliche Cyanate, die mit dem Urin ausgeschieden würden.

Amygdalin wird nur noch von sehr wenigen Ärzten eingesetzt. Lothar Hirneise aus der Contreras-Klinik in Tijuana/Mexico weist daraufhin, dass Amygdalin intravenös verabreicht werden müsse, da es sehr unsicher sei, ob Amygdalin wirke, wenn es oral eingenommen werde. Um die nötige Dosierung auf oralem Wege zu erreichen, müsse man grosse Mengen einnehmen. Diese aber könnten wiederum den Magen-Darmtrakt rasch überfordern.

Über Vitamin B17 lesen Sie auch hier: => http://krebs-tumoren.de/behandlung-therapie/vitamin-b17/

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2 Kommentare

  1. Danke für diese äußerst umfangreiche Übersicht. Wir haben viel mit Trinknahrung gemacht, um das Schlucken zu erleichtern.
    Es ist schade, dass es zwar viele Studien gibt, aber immer noch nicht bewiesen ist, wodurch Tumore entstehen. Abwechslungsreiche Ernährung ist gut und rauchen sollte man auf keinen Fall!

  2. Seitdem mein Krebs mich zu töten drohte und ich danke einer Biochemotherapie von Orevax noch lebe, udn diese nur aus Bioölen besteht, soweit ich weiß, bin ich bereit zu glauben, dass die Natur vieles für uns bereit hält, was es für einen gesunden Körper braucht.
    Schöne Zusammenfassung und die Wirkung der Blausäureverbindung klasse erklärt!

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