Krebs: Methadon hilft Krebszellen zu abtöten

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Methadon hilft Krebszellen zu abtötenMethadon gegen Krebs

Das Schmerzmittel Methadon In Kombination mit einer Chemotherapie führt zu Massensterben von Gehirnkrebs Gioblastom.

Methadon kann nicht nur bei Hirntumoren sondern unter anderem bei Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs, Magenkrebs, Leberkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Blasenkrebs, Eierstockkrebs, Hautkrebs eingesetzt werden. 

Die Wirkung ist auch bei Tumorzellen zu beobachten, die gegen bisherigen Therapien resistente sind.

Bereits 2008 haben die Forscher aus Ulm entdeckt, dass Methadon Leukämiezellen in den Zelltod treiben kann.

Forscher der Uni Ulm in Laborexperimenten sind zu diesen Erkenntnissen gekommen: die zusätzliche Gabe von Methadon verstärkt die Wirkung einer Chemotherapie um bis zu 90 Prozent.

Glioblastomzellen besitzen an ihrer Oberfläche Andockstellen für Methadon: die Opioid-Rezeptoren.

Nach der Bindung legt das Methadon einen molekularen Schalter um, die Krebszelle öffnet Kanäle, sodass die Zytostatika eindringen können.

Dadurch wird nur eine geringere Menge von Chemotherapeutikum benötigt, um die Zelle abzutöten. Für den Patienten bedeutet dies: weniger Nebenwirkungen durch die Chemotherapie und eine bessere Lebensqualität.

Umgekehrt erhöht die Chemotherapie die Zahl der Opioid-Rezeptoren auf der Krebszelle. Dadurch können auch größere Mengen Methadon andocken.

Die Ergebnisse werden nun in klinischen Studien überprüft und sollen auch auf Krebsarten wie Pankreas-, Brust-, Ovarial- und Prostatakarzinom übertragen werden.

Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungsprojekt mit 299.000 Euro gefördert.
Sollte sich die positive Wirkung bestätigen, fielen die möglichen Nebenwirkungen des Methadons kaum ins Gewicht.

Für eine breit gestreute Studie, die für eine Zulassung von Methadon für die Krebstherapie erforderlich ist, werden aber ein paar Milionen notwendig.

Die wichtigste Nebenwirkungen sind: eine allgemeine Dämpfung, Schweißausbrüche, Verstopfung, Übelkeit und die Gefahr einer Abhängigkeit.

Methadon ist ein vollsynthetisch hergestelltes Opioid mit starker analgetischer Wirksamkeit.

Die Wirkung bei Krebspatienten zeigt nur D,L-Methadon, das Racemat aus links- und rechtsdrehendem Methadon (synonym: DL-Methadon, Methadon-Racemat).

In Deutschland wird oft  der linksdrehende R-(-)-(l-Methadon) Levomethadon (L-Polamidon) eingesetzt. L-Methadon ist doppelt so stark analgetisch wirksam wie DL-Methadon.

Quelle: Ärzte Zeitung vom 06.10.2014

Vorsicht mit Methadon !

Methadon kann sich im Körper einsammeln und so auch schädlich sein. Das bedeutet, bei Therapie soll die Menge an Methadon regelmäßig kontrolliert werden.

Studie von Julia Onken, Claudia Friesen et al. bei Patienten mit Gliomen

Die retrospektive Studie von Onken, Friesen et al. wurde im März 2017 veröffentlicht.
Sie wurde an 27 Patienten mit Gliomen in unterschiedlichen Stadien (II-IV), unterschiedlichen Krankheitssituationen (Erstdiagnose, Rezidiv) und mit unterschiedlichen
Risikofaktoren durchgeführt.
Alle Patienten erhielten auch Chemotherapie, die meisten Temozolomid, einige zusätzlich Bevacizumab.
Die Dosierung von D,L-Methadon wurde von anfänglich 5 mg pro Tag auf 15 bis 35 mg pro Tag gesteigert, abhängig von der Verträglichkeit.
Methadon wird über die Mundschleimhaut aufgenommen, deshalb sollte es unverdünnt also pur genommen.

Für die Mehrzahl der Patienten wurden keine Nebenwirkungen registriert, einige Patienten litten unter Übelkeit und Verstopfung.
Es wurde gezeigt, dass das Opioid D, L-Methadon die Empfindlichkeit gegenüber der Chemotherapie verschiedener Tumorzellpopulationen erhöht.

Laut der Veröffentlichung hatten nur 9 der 27 Patienten zum Zeitpunkt der Auswertung einen Rückfall.
Die Wirkung von D, L-Methadon hängt auch von der Opioidrezeptordichte auf der Tumorzelloberfläche. Frühere Studien zeigten, dass niedrig dosiertes D, L-Methadon (Dosierung von 15 mg täglich) gut verträglich ist.

Hier ist de Link zu der Veröffentlichung: =>  Studie Methadon

Mehr Informationen über Methadon finden Sie direkt auf der Seite von Universität Ulm:
=>  Suche Uni Ulm  und geben Sie den Suchbegriff “Methadon” ein.

 Beispiel für Methadon-Therapie bei Schmerzen

(bei Knochenmetastasen Schmerzen)

Der blauen Ratgeber “Schmerzen bei Krebs” empfehlt Methadon als wirksames Mittel gegen Schmerzen.
Methadon kann im Prinzip jeder Arzt verordnen, der “Betäubungsmittel-Rezepte” ausstellen darf.
Und Methadon ist kein Fertigarzneimittel, sondern eine Mixtur die wie folgt aussehen kann:
DL Methadon HCL 1,0 g
Kaliumsorbat 0,14g
Citronensäure 0,07g
Auqua purif. ad 100ml , 0ml
2×20°/d

Begonnen werden soll mit 2X5 Tropfen, mit langsamer Steigerung auf 2X20 Tropfen pro Tag.
Nebenwirkungen sind bei mir, bis auf Verstopfung, keine aufgetreten.

Petition für Methadon für Krebsbehandlung

Die Pharmaindustrie will das günstige Medikament für die Krebsbehandlung nicht testen, weil sie mit anderen Krebsmitteln viel Geld verdienen.
Für vier bis sechs Wochen Therapie kostet Methadon  nur zwölf Euro, für andere Krebsmedikamente werden nicht selten  20.000 oder 25.000 Euro verlangt.

Um Methadon in die Krebstherapie zu einführen, werden neue, ausführliche Studien notwendig.
Um die Politik und auch die Pharmaindustrie dazu zu bringen, wurde eine Petition gestartet. Hier die Informationen:
=> Methadon-für-krebsmedizin-petition

Bitte teilnehmen!

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3 Kommentare

  1. Oberländer Horst

    Hier sieht man doch wieder mal was ein Menschenleben in Deutschland wert ist, nichts.

    Hier zählt nur Kohle.

    Da wundern sich unsere Politiker wenn Rechts im Kommen ist.

    • Jutta Nachtwey

      Wenig hilfreich, daran wird auch “rechts” nicht ändern.

      Rechts und “Rechtsrand” interessieren sich einen feuchten Piep
      für die Probleme der Bevölkerung.

      Selbst Rentner, die weitaus weniger (!) als Hartz4 oder
      Asyltaschengeld zum Lebensunterhalt haben, weil NICHT ZUSCHUSSBERECHTIGT,
      und das werden zu der bereits vorhandenen Million, demnächst eine ganze Menge mehr -fallen bei “rechts” in Ablage P.;
      sooft man auf dieses Problem hinweist.

      (Im Übrigen reine Propaganda, dass JEDER in diesem Land ein Recht auf Grundsicherung hat…das wissen die Politiker – egal welche Partei- GAR NICHT!)

      Geschweige ein Problem, das sich an der mächtigen Pharmaindustrie reibt.

      Der Pharmaindustrie wird K E I N E Partei,
      egal welcher politischen Ausrichtung,
      auch nur einen Meter in den Weg treten.
      Und Forschern, wie Fr. Dr. Friesen,
      werden weiterhin Felsbrocken vor die Beine geworfen.

      Da kann man so rechts sein,
      dass man schon wieder “Links” landet
      (nebenbei bemerkt, neben der SPD ist die LINKE die Partei, die Bedürftige am MEISTEN in die Pfanne haut !)
      Das aber kein Grund für “Rechts im Kommen” zu werben.
      Sinnvoller wäre es gewesen an der Petition teilgenommen zu haben; ein lausiges Ergebnis !

  2. Jutta Nachtwey

    Wenig hilfreich, daran wird auch “rechts” nicht ändern.

    Rechts und “Rechtsrand” interessieren sich einen feuchten Piep
    für die Probleme der Bevölkerung.

    Selbst Rentner, die weitaus weniger (!) als Hartz4 oder
    Asyltaschengeld zum Lebensunterhalt haben, weil NICHT ZUSCHUSSBERECHTIGT,
    und das werden zu der bereits vorhandenen Million, demnächst eine ganze Menge mehr -fallen bei “rechts” in Ablage P.;
    sooft man auf dieses Problem hinweist.

    (Im Übrigen reine Propaganda, dass JEDER in diesem Land ein Recht auf Grundsicherung hat…das wissen die Politiker – egal welche Partei- GAR NICHT!)

    Geschweige ein Problem, das sich an der mächtigen Pharmaindustrie reibt.

    Der Pharmaindustrie wird K E I N E Partei,
    egal welcher politischen Ausrichtung,
    auch nur einen Meter in den Weg treten.
    Und Forschern, wie Fr. Dr. Friesen,
    werden weiterhin Felsbrocken vor die Beine geworfen.

    Da kann man so rechts sein,
    dass man schon wieder “Links” landet
    (nebenbei bemerkt, neben der SPD ist die LINKE die Partei, die Bedürftige am MEISTEN in die Pfanne haut !)
    Das aber kein Grund für “Rechts im Kommen” zu werben.
    Sinnvoller wäre es gewesen an der Petition teilgenommen zu haben; ein lausiges Ergebnis !

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