Lungenkrebs Erkrankungen selten bei Bergbewohner

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Lungenkrebs Erkrankungen seltener bei Bergbewohner

 

Je höher über dem Meeresspiegel Menschen leben, umso geringerwohnen-in-bergen, kein lungenkrebs ist offenbar das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Bei Tumoren, die nicht die Lunge betreffen, ist das nicht der Fall.

 

Nun spekulieren US-Wissenschaftler erneut, ob es einen kausalen Zusammenhang mit der Sauerstoffkonzentration gibt.

Bei Bakterien ist schon lange bekannt, dass Sauerstoff als Mutagen wirken kann. Und vor wenigen Jahren hatten Versuche von  Wissenschaftlern am US-Nationalen Krebsinstitut in Bethesda mit Mäusen als Krebsmodell ergeben, dass eine Halbierung der Sauerstoffkonzentration in der eingeatmeten Luft zu einer Lebensverlängerung sowie zu einer Abnahme der DNA-Instabilität und der Tumorgröße führt.

US-Biostatistiker um Kamen P. Simeonov von der Perelman School of Medicine an der Universität Pennsylvania haben geprüft, ob es eine Abhängigkeit zwischen dem Aufenthalt in großen Höhen mit sinkendem Sauerstoffgehalt und der Krebsentstehung in der Lunge gibt.

Die Untersuchung stützt sich auf die Befunde von elf Datenbanken in den USA unter anderem mit Informationen zu Risikofaktoren für Krebs, Umweltmesswerten, demografischen Daten und Krebsinzidenzen.

Die Forscher konzentrierten sich auf Lungentumoren sowie auf Brust-, Darm- und Prostatakrebs. Der Zeitraum erstreckte sich über die Jahre zwischen 1996 und 2010. Die Daten stammten von elf US-Staaten mit einer Spanne der Höhen über dem Meeresspiegel zwischen –11 m (Kalifornien) und fast 3500 m (Colorado). Die Auswertung der Daten erfolgte unter Berücksichtigung vieler Faktoren, unter anderem Rauchen, Klimadaten, Radon- und UV-B-Exposition sowie Bildungsgrad.
Insgesamt sieben Parameter wurden auf ihren Zusammenhang mit der Entstehung von Lungenkrebs überprüft, darunter auch Niederschläge, Temperatur, Umweltverschmutzung und Sonnenlicht. Am stärksten war die Assoziation mit Sauerstoff.

Weniger Sauerstoff – weniger Lungenkrebs, Gesunde Bergluft

Mit der Höhe nimmt der Sauerstoffpartialdruck kontinuierlich ab, und zwar bei 1000 m Höhe auf 88,7% des Ausgangswertes auf Meereshöhe, bei 2000 m auf 78,5% und bei 3000 m 69,2%. Wie Simeonov und seine Kollegen berichten, verringert sich der Auswertung aller Daten zufolge die Lungenkrebsinzidenz mit jeder Höhenzunahme um 1000 m um 7,23 (99%-Konfidenzintervall zwischen 5,18 und 9,29) pro 100.000 Einwohner. In den in die Untersuchung einbezogenen 260 Verwaltungsbezirken lag die Lungenkrebsinzidenz im Untersuchungszeitraum im Mittel bei 57 pro 100.000 Einwohner.

Der Zusammenhang zwischen Sauerstoffpartialdruck und Brustkrebs war deutlich schwächer und bei Darm- und Prostatakrebs gar nicht vorhanden.

Als Risikofaktor für Lungenkrebs kristallisierte sich nach dem Rauchen nur noch die Höhe über N. N. heraus.

Aber auch die Ergebnisse dieser Studie müssen erst in weiteren Studien überprüft werden, bevor daraus Konsequenzen gezogen werden können, wie die Wissenschaftler betonen. Dabei Diese Studie weist auch auf einen wichtigen Zusammenhang zwischen Sauerstoff und Krebsentstehung bei Kindern hin. Sie zitieren vier zwischen 2000 und 2005 publizierte Studien, in denen über ein erhöhtes Krebsrisiko bei neonataler Sauerstofftherapie berichtet wird.

Quelle: Simeonov KP, Himmelstein DS. Lung cancer incidence decreases with elevation: evidence for oxygen as an inhaled carcinogen. PeerJ 2015; 3:e705. doi: 10.7717/peerj.705

 

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