Sonnenstrahlung als Schutz gegen Hautkrebs

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Sonnenstrahlung als Schutz gegen Hautkrebs MelanomSonnenstrahl

 

Der Mensch hat natürliche Schutzmechanismen, die ihn von Hautkrebs schützen:
Pigmentierung (das Melanin) und Lichtschwiele (auch UV Schwiele genannt).
Eine moderate UV Exposition aktiviert die natürlichen Schutzfunktionen der Haut.
Wer seid Kindheit an häufig in der Sonne ist, hat offenbar ein geringes Risiko an Melanom zu erkraken.

Die natürliche Schutzmechanismen der Haut:

  • Die Lichtschwiele
    Die Schutzfunktion der obersten Hautschicht (Hornschicht) hängt entscheidend von der Dicke ab. Bei wiederholter Sonnenbestrahlung (Einwirkung von UVB) kommt es nach 2 -3 Tagen zu einer Verdickung der Epidermis. Bei täglicher Sonneneinstrahlung setzt sich dieser Prozess während 2-3 Wochen fort. Danach findet keine weitere Verdickung mehr statt.
    Diese Verdickung nennt man Lichtschwiele oder UV-Schwiele und ist ein natürlicher Sonnenschutz. Die Lichtschwiele reflektiert, filtert und streut die UV -Strahlen und erhöht den Eigenschutz vor Sonnenbrand um ca. das 4 -fache. Wenn wir von einer sonnengewöhnten Haut sprechen, meinen wir, dass die Verdickung abgeschlossen ist
  • Das Melanin:
    Das Melanin ist der „Sonnenschirm“ unserer Haut. Durch die UV-Strahlen findet die Bildung des Hautfarbstoffes Melanin statt. Dies ist ein komplizierter biochemischer Vorgang.
    Auch dieser Prozess geht langsam vor sich und braucht eine kontinuierliche, tägliche Lichtdosis.
    Langanhaltende Bräune (Pigmentierung) erfolgt durch die UVB Strahlen – wichtig ist, dass man die Haut langsam an vermehrte Strahlung gewöhnt und der Haut so Zeit gibt, das Melanin wie die Lichtschwiele aufzubauen!

Die Dermatologen um Dr. Margit Huber von den Unikliniken Ulm und Dresden haben in http://onlinelibrary.wiley.com ein Artikel veröffentlicht: „Ultraviolet exposure and risk of melanoma and basal cell carcinoma“

Die Forscher haben in einer Fall-Kontroll-Studie Patienten mit einem Melanom, mit einem Basalzellkarzinom sowie knapp Patienten ohne dermatologische Erkrankungen (Kontrollgruppe) nach ihrer Sonnenexposition und einer Reihe weiterer Risikofaktoren befragt. Alle Patienten stammten aus Kliniken in Ulm und Dresden.

Nach diesen Daten hatten sich Patienten ohne Hautkrebs vor 20 Jahren viel häufiger im Freien bewegt als Melanomkranke: Tennisspielen, Segeln, Bergsteigen, Wandern, Fußballspielen, Skifahren – all diese Aktivitäten hatten die Hautgesunden häufiger angegeben.
Vor allem waren die Patienten ohne Melanom in der Kindheit viel häufiger draußen. Faktoren wie Bergwandern in der Kindheit gehen nach diesen Berechnungen mit einem etwa 70 Prozent geringeren Melanomrisiko einher.

Eine reduzierte Melanomgefahr ließ sich aus den Patientenangaben im Einklang mit anderen Untersuchungen auch für einen dunklen Hauttyp und Träger brauner Augen ableiten. Erstaunlich ist auch ein 65 Prozent reduziertes Risiko für Patienten mit einer Atopie.

Atopie ist eine Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen, auf den Kontakt mit ansonsten harmlosen Substanzen aus der Umwelt zu reagieren. Es kommt dabei zu einer erhöhten Bildung von Immunglobulin-E-Antikörpern (IgE).

Kein erhöhtes Risiko ergibt sich für Vollzeitbauern.
Wenig überraschend ist hingegen das erhöhte Melanomrisiko für Sonnenbrände in der Kindheit (plus 84 Prozent) und Gartenarbeit (110 Prozent). Auch Schwimmen und der häufige Gebrauch von Sonnencreme geht nach diesen Daten mit einem erhöhten Melanomrisiko einher.

Wir verbringen so wenig Zeit in der Sonne, dass wir kaum noch die üblichen Schutzmechanismen gegen die UV-Strahlung ausbilden. Das rächt sich dann im Urlaub, viel Sonne in der kurze Zeit auf völlig untrainierte Haut.

Basalzellkarzinom
Bei Basalzellkarzinom sieht es bei den Risikofaktoren etwas anders aus. Hier scheint die Lebenszeitdosis ein wichtiger Faktor zu sein. Besonders bei Bauern und Bauangestellten, die in Vollzeit im Freien arbeiten ergeben die Umfragewerte ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Protektiv scheinen jedoch wie auch beim Melanom ein dunkler Hauttyp und eine atopische Erkrankung zu sein.

Da die Daten der Analyse auf rein subjektiven Angaben der Patienten beruhen, sind sie mit großer Vorsicht zu genießen.
Außerdem die Fallzahlen in der Studie waren sehr klein, sodass es auch aus diesem Grund zu Verzerrungen kommen kann.

Jeder Mensch ist verschieden, deshalb ist auch die Farbveränderung der Haut (Bräunung) von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Quellen: Ärzte Zeitung online, 24.04.2014 und eigene Recherche


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