Verbreitung von Blasenkrebs Metastasen durch Blasen-OP?

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Verdacht auf Verbreitung von Blasenkrebs Metastasen durch Blasen-OP

 

Die schwedischen Wissenschaftler haben rausgefunden, Blasenkrebsdass bei der transurethralen Resektion von Blasentumoren (TURBT) (durch die Harnröhre) gelangen vermehrt Krebszellen in den venösen Blutkreislauf und begünstigen die Metastasen Bildung.

Wenn die Muskelschicht der Blase befallen ist, nach der radikalen Blasen Entfernung überleben nur etwa 60 Prozent der Erkrankten die erste fünf Jahre.

Oft schon nach ein bis zwei Jahren kommt zu Entwicklung von Rezidiven. Die Tumorzellen bilden Metastasen in der Lunge, Leber und den Knochen.
Vermutlich hat der Blasenkrebs schon zum Zeitpunkt der Operation Mikrometastasen gestreut, die für das rasche Auftreten von Rezidiven sorgen.

Die Forscher hatten den Verdacht, dass die seit Jahren verwendete Operationsmethode, die transurethrale Resektion (TURBT) eine der Ursachen für die schlechte Prognose der Blasenkrebs-Patienten sein kann.
Bei der Operation wird die Blase unter erhöhten Druck gesetzt, um die Tumorfragmente besser zu entfernen.

Da der Druck über dem in den venösen Gefäßen liegt, könnte es zum Übertritt von Tumorzellen in den Blutkreislauf kommen. Die transurethrale Resektion TURBT würde dann womöglich die Verbreitung von Mikrometastasen begünstigen.

Kurz vor dem Eingriff hatten die Chirurgen den 16 Patienten einen Venenkatheter gesetzt, um vor und während der Operation Blutproben zu entnehmen. Die Proben wurden anschließend auf zirkulierende Tumorzellen untersucht.

Zusätzlich entnahmen die Forscher auch Blut aus peripheren Venen.

Bei sieben Proben entdeckten die Forscher während der OP Krebszellen im venösen Blut, bei sechs davon war ihre Zahl deutlich höher als vor der OP.
Vor der OP waren es im Schnitt 5,6 zirkulierende Tumorzellen im venösem Blut, so waren es bei denen mit während der Operation waren es im Schnitt 15,3 Zellen – also fast dreimal mehr.

Bei drei Patienten fanden die Ärzte während der OP sogar 28 zirkulierende Tumorzellen. Deutlich weniger Krebszellen ließen sich in den peripheren Gefäßen nachweisen.

FAZIT:

Bei Blasen-Ca, den Blasendruck unter eine TURBT Op nicht groß zu steigern.

Auch wenn die die Ergebnisse nur aufgrund einer kleinen Patientenzahl erzielt, sehen die schwedischen Forscher ihre Hypothese bestätigt:

die transurethralen Resektion von Blasentumoren begünstigt die Streuung von Tumorzellen. Ob diese artifizielle Streuung dann tatsächlich auch zu einem höheren Rezidivrisiko und einer schlechteren Prognose führe, sei aber unklar.

Um ein erhöhtes Metastasenrisiko durch den TURB auszuschließen, raten die Forscher, den Blasendruck bei der Operation besser zu kontrollieren und nicht groß zu steigern.

Quelle: The Journal of Urology 2014; online 1. Juli.

 

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