Polyneuropathe nach Chemotherapie behandeln

Polyneuropathe nach Chemotherapie, Nervenschmerzen behandeln, aber wie? 

Nach einer Chemotherapie, besonders mit Taxanen, kommt oft zu Nervenschäden in Füßen und Händen, zu einer  Polyneuropathie.Polyneuropathie nach Chemotherapie, Nervenschmärzen behandeln

Die Polyneuropathie gehört zu den typischen Nebenwirkungen einer Chemotherapie neben Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall, Schleimhautentzündungen, Blutbildveränderungen, Anämie, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nierenschaden.

Polyneuropathie Behandlung ist schwierig. Meiste der Nebenwirkungen verschwinden mit der Zeit wieder, die Nervenschäden, also die Polyneuropathie nach Chemotherapie kann auch für immer bleiben.
Mit der Zeit regenerieren sich auch Nervenzellen, so dass die Nervenschäden und Nervenschmerzen werden gemildert. Manchmal können sie auch ganz verschwinden.

 

Polyneuropathie nach Chemotherapie

Eine Chemotherapie kann Nervenschäden in Füßen und Händen verursachen.
Typische Symptome sind Missempfindungen wie Kribbeln, Stechen, Brennen, Gefühlsstörungen und Taubheit.

Die Polyneuropathie  (die Nervenschäden) geht nicht immer vollständig zurück, so dass es wichtig ist zu lernen, damit zurecht zu kommen.

Geschädigte Nerven des peripheren Nervensystems können sich theoretisch selbe regenerieren. 
Die Nervenfasern wachsen nach mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 mm/Tag bei kleineren Nerven und bis zu 5 mm/Tag bei größeren Nerven.

Polyneuropathie nach Chemo, Nervenschäden vorbeugen

Polyneuropathie, also die Nervenschäden durch eine Chemotherapie ist möglich zu vorbeugen, oder zu mindestens die Schädigungen der Nerven stark zu mildern.
Dafür ist es notwendig während der Chemotherapie Infusion die Füße und die Hände zu kühlen.

Die Füße kann man in einer Fußbad mit Eiswürfeln kühlen. Es gibt auch spezielle Kalttherapie Socken, die man mit kühlenden Gelpackungen füllt.
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Für die Kühlung von Händen gibt es spezielle Gel-Handschuhe, die man in einer Gefriere abkühlen kann. Die Gel-Handschuhe halten ausreichend lange kalt.
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Eine Abhilfe gegen die Nervenschädigung bei Chemotherapie ist auch eine Chemotherapie mit niedrigerer Dosierung,
Als Beispiel, eine Chemo Infusion jede 2 Wochen mit niedrigerer Dosis von Zytostatika anstatt jede 3 Woche mit höherer Dosis.

Polyneuropathie Behandlung

Eine Polyneuropathie Behandlung ist eine schwierige und langwierige Aufgabe. Bis sich die Nerven regenerieren, kann es 2 Jahren oder auch länger dauern . Eine vollständige Genesung ist nicht immer möglich.
Behilflich kann die zusätzliche Gabe von einigen Vitaminen sein. Besonders die Vitamine B1, B2, B6, B12, Biotin, Niacin und C sind für normale Funktion des Nervensystems wichtig.

Als Behandlung ohne Medikamente werden folgende Therapien angewendet:

  • Psychotherapie,
  • Akupunktur,
  • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation),
  • Aquagymnastik,
  • tägliche kalt-warme Wechselgüsse
  • Gehtraining

Eine Polyneuropathie Behandlung mit Medikamenten ist eher systemischer Natur, sie versucht die Beschwerden des Patienten zu lindern.
Typischerweise werden dazu eingesetzt:

  • Antidepressiva (z. B. Amitriptylin, Duloxetin)
  • Antikonvulsiva (z. B. Carbamazepin, Gabepentin, Pregabalin)
  • Nichtsteroidale Antiphlogistika (z. B. Paracetamol, Metamizol)
  • Opioid-Analgetika (z. B. Tramadol, Tilidin, Naloxon)
  • Opiod mit dualem Wirkmechanismus Palexia Retard

Klassische Schmerzmedikamente wie Aspirin oder Ibuprofen wirken bei Polyneuropathie nicht.

Bei Schmerzen und Empfindungsstörungen in den Füßen solle auch  Fußreflexzonenmassage mit scharfen Salben mit Capsaicin helfen.

Auch zusätzliche Einnahme von Vitamin B1 kann die Regeneration der peripheren Nerven fördern.

Tipp: !!! Empfehlung von meinem Neurologen. Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt, Tabletten mit  240mg am Tag (Gingium extra 240mg)
Schon nach 3 Monaten Behandlung  war es besser, was auch die Nerven-Messungen in den Beinen bei meinem Neurologen bestätigt haben.

Palexia Retard (Tapentadol) gegen Polyneuropathie

Palexia Retard, Wirkstoff Tapentadol ist ein Opiod mit dualem Wirkungmechanismus gegen die Schmerzen:
ein µ-Opiodrezeptor-Agonist und ein Nordadrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer.

In mehreren Studien wurde bestätigt, dass Tapentadol besser gegen die Symptome einer Polyneuropathe wirkt als andere Opiode wie Oxycodon, Tramadol oder Fentanyl.

 

Studie über die wirksamsten Medikamente bei neuropathischer Schmerzen

Forscher der University of Missouri School of Medicine und der MU Health Care führten eine prospektiv vergleichende Wirksamkeitsstudie über Die die wirksamsten Medikamente für eine häufige Form neuropathischer Schmerzen durch.

Die in JAMA Neurology veröffentlichte Studie verglich vier Medikamente mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen bei sensorischer Polyneuropathie

Die Studie umfasste 40 Studienzentren mit 402 Patienten, die 30 Jahre oder älter waren und auf einer 10-Punkte-Skala einen Schmerz-Score von vier oder mehr erreichten.

Den Teilnehmern wurde eines von vier Medikamenten verschrieben:

  • Nortriptylin, ein trizyklisches Antidepressivum,
  • Duloxetin, ein Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer,
  • Pregabalin, ein Medikament gegen Krampfanfälle, oder
  • Mexiletin, ein Antiarrhythmikum.

Vergleich der Wirksamkeit und Nebenwirkungen

Nortriptylin hatte den höchsten Wirkungsprozentsatz (25%) und die zweitniedrigste Abbruchrate (38%), was diesem Medikament den höchsten Gesamtnutzen verleiht.
Duloxetin hatte die zweithöchste Wirkungsrate (23%) und die niedrigste Abbruchrate (37%).
Pregbalin wies die niedrigste Wirksamkeitsrate (15%)
Mexileten hatte die höchste Abbruchrate (58%).

Fazit: In der Studie gab es kein Medikament, das deutlich besser wirkte.
Von den vier Medikamenten schnitten Nortriptylin und Duloxetinam  besten ab, wobei die Wirksamkeit sich nur bei ca. jedem vierten Patienten gezeigt hat.

Persönliche Erfahrungen mit Polyneuropathie nach Chemotherapie

Meine Erfahrungen mit Polyneuropathie waren/sind nicht besonders positiv.
Meine Chemotherapie mit Docetaxel verlief mit 6 Zyklen je 3 Wochen. Das war am Ende 2014 und Anfang 2015.
Meine Hände waren mit Gel-Handschuhen gekühlt, meine Füße nicht.
Mit jedem Zyklus verstärkten sich die Schädigungen meiner Nerven, wobei in den nicht gekühlten Füßen stärker.
Nach dem Ende der Chemotherapie die Gefühlsstörungen in den Finger verschwanden nach ein paar Monaten.
In den Füßen die die Gefühlsstörungen und Schmerzen haben sich mit der Zeit gemildert, aber auch jetzt, nach 6 Jahren sind sie nicht ganz verschwunden.

Die medikamentöse Therapie hat mir nicht geholfen. Ich habe aber auch folgende Therapien selbe angewendet:

TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation),
Wassergymnastik, Kühlung im kalten Wasser,
Gehtraining auf unebener Fläche, auf Steinen, auf dem Gras, auf verschiedenen Fußmatten.

TENS Gerät hat mir meine Frau bei Lidl gekauft.
Ich habe meine Nervenschmerzen und Gefühlsstörungen in den Füßen auch in der REHA nach der Chemotherapie behandelt.
In der REHA wurde mir gezeigt, was ich machen kann, aber in der kurzer Zeit war es nicht möglich die Nervenschmerzen zu lindern.

Nach 2 Jahren nach der Chemotherapie bin ich zum einem Neurologen gegangen.
Der Neurologe hat mir empfohlen : Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt, Tabletten mit  240mg am Tag (Gingium extra 240mg).

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Schon nach 3 Monaten Behandlung habe ich mehr Gefühle in den Füssen bekommen, es  hat sich kontinuierlich gebessert. Auch die Nerven-Messungen in den Beinen bei meinem Neurologen haben deutliche Verbesserung  bestätigt.

Schlagwörter: Polyneuropathie nach Chemotherapie, Polyneuropathie Behandlung, Nervenschäden, Nervenschmerzen, Erfahrungen Polyneuropathie

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