Krebs, Krebsgeschwulst, Karzinom

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Krebs, Tumor, Karzinom, Krebsgeschwulst

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Als Krebs bezeichnet man verschiedene Erkrankungen, bei denen sich “entartete Zellen” unkontrolliert vermehren.
Die bösartigen (malignen) Krebszellen dringen dabei in benachbartes Gewebe ein, vermehren sich dort und zerstören nach und nach das gesunde Gewebe.

Bei jeder Zellteilung werden Informationen wo sie hingehört und wann sie stirbt durch den Kopie-Vorgang jede Sekunde mehrere Millionen Mal auf die neue Tochterzellen übertragen.
Ein fehlerhafter Kopiervorgang führt zur Mutation der neuen Zelle.
Wenn auch der Schutzmechanismus, die falschen Zellinformationen zu löschen, nicht funktioniert, können sich die Zellen in die Krebszellen entwickeln.
Jede Art von Zelle des Körpers kann entarten, so dass verschiedene Arten von Krebserkrankungen bekannt sind.

Eine Krebszelle entsteht aus Zellen unseres eigenen Körpers,  sie kennt den Bauplan und “missbraucht” ihn. Der Mensch besteht aus rund 10.000 Milliarden Zellen. Theoretisch kann jede Einzelne davon zur Krebszelle mutieren.

An Krebs sterben jährlich Weltweit rund 8,2 Millionen Menschen, ist also die Ursache bei jedem sechsten Tod.
Jedes Jahr erkranken weltweit mindestens 14 Millionen Menschen an Krebs. 

 

Einige Zahlen vom 2018 aus dem Statistik-Report der Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) die zu Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört:

  • Weltweit erkrankt im Lauf des Leben jeder fünfte Mann und jede sechste Frau  an Krebs
  • Jeder achte Mann und jede elfte Frau sterben an die Krebserkrankung, was im Jahr 2018  ergibt zusammen genommen ca. 9,6 Millionen Todesfälle
  • Die häufigsten Todesursachen sind Lungen-, Darm-, Magen-, Leber- und Brustkrebs.
  • An Lungenkrebs sterben weltweit fast  1,8 Millionen Menschen im Jahr
  • An der  zweiten Stelle ist Darmkrebs mit 881.000 Todesfällen.
  • Magenkrebs und Leberkrebs verursachen jeweils ca. 783.000 Todesfälle.
  • An Brustkrebs sterben weltweit ca.  627.000 Menschen (meistens Frauen).

Laut dem Robert Koch Institut erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 500.000 Menschen neu an Krebs, etwa 224 000 Menschen sterben in Deutschland jährlich daran.

Immer mehr Menschen können mit der Krankheit länger leben oder sie sogar ganz besiegen.
In Deutschland leben heute vier Millionen Menschen, die schon mal an Krebs erkrankt sind oder waren.
Menschen, die an Krebs sterben, werden heute im Mittel etwa 74 Jahre alt – sie leben damit vier Jahre länger als noch 1980.

Sterberate an Krebs abhängig vom Alter:

In Deutschland sterben abhängig vom Alter 

  • 35-39 Jahre: 14,9 von 100.000 pro Jahr.
  • 40-44 Jahre: 28,5 von 100.000 pro Jahr.
  • 45-49 Jahre: 55,4 von 100.000 pro Jahr.

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Woher kommt die Bezeichnung „Krebs“ für die Krankheit?

Die Entymologen vermuten, dass das Wort aus dem griechischen „Karkinos“ kommt. Schon Hippokrates benutzte das Wort für verschiedene Geschwülste inspiriert von der Ähnlichkeit der geschwollenen Venen eines Brustgeschwüres mit Beinen eines Krustentieres.

Es sind über 100 verschiedene Krebserkrankungen bekannt, die sich voneinander in Bezug auf Behandlungsmöglichkeiten und Überlebenschancen zum Teil stark unterscheiden. Jedes Organ des menschlichen Körpers kann von Krebs befallen werden.

Was ist ein Tumor

Anstelle des Begriffs “Krebs” oder “Krebsgeschwulst” benutzt man häufig das Wort Tumor, was übersetzt “Schwellung” oder “Verhärtung” bedeutet (auch: Geschwulst, Neoplasma = Neubildung, Neoplasie).
Mediziner verwenden den Begriff Tumor für alle Schwellungen – auch solche, die mit Krebs nichts zu tun haben. So bezeichnet man zum Beispiel Verhärtungen, die durch eine Entzündung, einen Erguss oder Ähnliches hervorgerufen werden, ebenfalls als Tumor. Wenn die Rede von einem Tumor ist, muss dies also nicht zwangsläufig Krebs bedeuten. Vielmehr kann der Tumor auch gutartig (benigne) sein.

Gutartige Tumoren, Benigne Tumoren

Gutartige Tumoren sind organtypische Geschwülste, ähnlich, aber nicht identisch mit dem des Ausgangsgewebes.

Ein wichtiger Aspekt bei der Entstehung von Krebs ist das Wachstum. Die Krebszellen teilen sich auch ohne Wachstumssignale, sind aber auch unabhängig von Signalen die das Wachstum hemmen. Dadurch entgehen die Krebszellen der strengen Regulation des Wachstums im Körper und können sich ungehindert ausbreiten.
Auch das Einleiten eines programmierten Zelltods ist bei Krebszellen meist nicht möglich.

Eine weitere Eigenschaft von Krebszellen ist, dass sie das Wachstum neuer Blutgefäße anregen können, um sich ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Die Ausbreitung erfolgt langsam, es dringt in umliegende Gewebe nicht ein, sondern verdrängt diese. Kann jedoch auch zum Tod führen, wie zum Beispiel bei Hirntumoren: der Schädel lässt wenig Raum für Wachstum und kann Nachbarstrukturen schädigen.

Manche benigne Tumoren zeigen fließende Übergänge zur Malignität; sie gelten dann als Krebs Vorstufe und sollten vorsorglich operativ entfernt werden, z. B. Dickdarmpolypen.

Umgangssprachlich haben Krebs, Tumor und Karzinom ähnliche Bedeutung.

Mediziner unterscheiden bösartige Krebserkrankungen danach, ob sie an einer bestimmten Stelle als feste Geschwulst auftreten, sogenannte solide Tumoren, oder ob sie das Blut- oder Lymphsystem des Menschen betreffen (maligne Systemerkrankungen).
Zu den malignen Systemerkrankungen gehören Blutkrebs (Leukämie) und Lymphdrüsenkrebs (Lymphome).
Solide Tumoren wiederum lassen sich in zwei Gruppen aufteilen – Karzinome und Sarkome.

  • feste bzw. harte Tumoren (solide Tumoren)
    • Karzinome entstehen aus entarteten “Deckzellen” der Haut (Epithelzellen), aus Schleimhautzellen sowie aus Drüsenzellen.
    • Sarkome können unter anderem entstehen aus:
      • entarteten Bindegewebszellen (Fibrosarkome)
      • aus Muskelzellen (Myosarkome)
      • aus Fettzellen (Liposarkome)
      • aus Knochenzellen (Osteosarkome) u.a.
  • bösartige Hämoblastosen entstehen aus den Zellbestandteilen des Bluts und der blutbildenden Organe. Zu einer Hämoblastose zählt zum Beispiel die Leukämie.

Alle sonstigen Tumoren, zu denen auch benigne (gutartige) Neoplasien zählen, sind kein Krebs irgendeiner Form und auch nicht „gutartiger Krebs“.

Gutartige Tumoren wie Muttermale und Fettgeschwülste (Lipome) werden in der Fachsprache nicht als Krebs bezeichnet. Sie können aber trotzdem gefährlich werden, da sie entarten können oder lebenswichtige Organe in deren Funktion beeinträchtigen.

Gutartige Tumoren können durch ihr Wachstum gesundes Gewebe lediglich verdrängen. Bösartige Tumoren können das umliegende Gewebe durch Einwachsen zerstören und über die Lymph- und Blutgefäße in benachbarte Lymphknoten und später in andere Organe «abwandern» und dort Metastasen bilden.

Krebs ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören können. Krebs hat unterschiedliche Auslöser, die letztlich alle zu einer Störung des genetisch geregelten Gleichgewichts zwischen Zellzyklus (Wachstum und Teilung) und Zelltod (Apoptose) führen.

Tumorzellen entstehen, wenn sich bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz (Gene) verändern (mutieren) und die Erbinformationen dadurch „verfälscht“ werden. Diese Veränderungen lassen sich nicht mehr repariert.

Bei Krebszellen versagt leider der Mechanismus vom Immunsystem die veränderten genetischen Informationen der Zellen auf ihre Korrektheit zu prüfen und gegebenenfalls zu reparieren.
Auch der programmierte Zelltod, medizinisch: die Apoptose und eingebaute Teilungsbremse werden bei Krebszellen ausgesetzt: so wächst eine Krebsgeschwulst ungebremst immer weiter.

Mit zunehmenden Alter die Arbeit des Reparatursystems der Gene wird unzuverlässiger. Dies hat auch Einfluss auf die Zahl den Neuerkrankungen: Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer und Frauen bei 69 Jahren. Es gibt jedoch auch Tumorarten, die insbesondere jüngere Erwachsene betreffen. Dazu gehört beispielsweise Hodenkarzinom: Das mittlere Erkrankungsalter liegt hier bei 38 Jahren.

Häufige bösartige (maligne) Tumoren

So vielfältig die Ursachen für maligne Tumoren sind, so vielgestaltig sind auch deren Krankheitsbilder: Mehr als dreihundert verschiedene Arten sind mittlerweile bekannt. Eingeteilt werden sie in solide Tumoren, die Geschwülste bilden, und in systemische Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems. Dazu zählen Leukämien und Lymphome. Bei diesen einzelnen Karzinomarten werden noch zusätzlich verschiedene Tumore identifizieren. Zum Beispiel nur bei Prostatakrebs wurden bisher rund 11.000 verschiedene Prostata Tumoren gefunden.

 

Zahlen in Deutschland

Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen in Deutschland neu an bösartige Tumoren. 
Im Jahr 2012 waren es in Deutschland etwa 252.060 Männer und 225.890 Frauen (insgesamt 477.950 Menschen). 
Vergleicht man die Zahlen mit den zurückliegenden fünf Jahren, zeichnet sich eine Stagnation der Erkrankungszahlen ab.

Mit 223.842 Sterbefällen im Jahr 2013 bleibt Krebs nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Die häufigste Krebsart sind Tumore in den Verdauungsorganen.

Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen wird. Der Grund: Die Menschen werden immer älter und von der Erkrankung insbesondere ältere Menschen betroffen sind. Im Kin­des- und Ju­gend­al­ter sind Krebs­er­kran­kun­gen sehr sel­ten. Sie ma­chen ins­ge­samt nur 1 % al­ler Er­kran­kun­gen in die­ser Al­ters­grup­pe aus. In der Bundesrepublik erkranken jährlich 1.800 Kinder und Jugendliche im Alter bis zum 15. Lebensjahr.

Häufigste Krebsarten beim Mann

Mit 63.710 Neuerkrankungen im Jahr 2012 (65.830 Fälle im Jahr 2010) ist Prostatakrebs in Deutschland heute die häufigste Krebsart beim Mann. Hauptgrund hierfür ist der wachsende Anteil älterer Männer. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren. An zweiter Stelle steht beim Mann Lungenkrebs  mit 34.490 Neuerkrankungen (35.040 im Jahr 2010). Darmkrebs belegt bei den Männern mit 33.740 Erkrankungen pro Jahr Platz drei.

Männer starben am häufigsten an Tumoren der Verdauungsorgane wie Magen- oder Darmkrebs (38.987 Todesfälle), gefolgt von Lungen- und Bronchialkrebs mit 30.962 Sterbefällen.

Siehe auch: => Neuerkrankungen und Sterbefälle

Wahrscheinlichkeit dass ein Mann in den nächsten zehn Jahren an Krebs erkrankt
(Robert Koch-Institut 2013)

  • Alter 40 Jahre: 1,9%
  • Alter 50 Jahre: 6,4%
  • Alter 60 Jahre: 15,8%
  • Alter 70 Jahre: 25,4%
  • Lebenszeit-Risiko: 50,7%

Häufigste Krebsarten der Frau

Häufigste Tumorart der Frau ist Brustkrebs. Im Jahr 2012 erkranken 69.550 Frauen (70.340 im Jahr 2010) in Deutschland neu daran. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren. Jede vierte betroffene Frau ist bei der Diagnosestellung jünger als 55 Jahre. An zweiter Stelle steht bei den Frauen Darmkarzinom mit 28.490 Neuerkrankungen (28.630 im Jahr 2010). Bei den Frauen steht Lungenkarzinom mit 18.030 mittlerweile auf Platz drei. Die Ursache: Immer mehr Frauen rauchen!

Frauen starben am häufigsten an Tumoren der Verdauungsorgane (31.012). An zweiter Stelle folgten Brustkrebserkrankungen mit 17.853 Sterbefällen.
Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs: In den vergangenen 30 Jahren stieg die Zahl der Sterbefälle bei Frauen von 5491 im Jahr 1983 auf zuletzt 15.370. Das war ein Anstieg um 180 Prozent.

Siehe auch: => Neuerkrankungen und Sterbefälle

Wahrscheinlichkeit dass eine Frau in den nächsten zehn Jahren an Krebs erkrankt
(Robert Koch-Institut 2013)

  • Alter 40 Jahre: 3,2%
  • Alter 50 Jahre: 6,6%
  • Alter 60 Jahre: 11,2%
  • Alter 70 Jahre: 14,9%
  • Lebenszeit-Risiko: 42,8%

Krebs bei Kindern

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren an bösartige Tumore. Diese Zahl ist seit vielen Jahren konstant. Die Heilungschancen liegen heute bei 80 Prozent. Bösartige Neubildungen sind bei Kindern die zweithäufigste Todesursache. Die häufigsten Krebserkrankungen sind Leukämien (Blutkrebs), Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks sowie Lymphknotenkrebs.

siehe auch: => Krebs bei Kinder

KREBS IST NICHT ANSTECKEND

Krebs gehört nicht zu den Infektionskrankheiten.
Gesunde Menschen brauchen keine Angst vor dem Umgang mit Krebspatienten zu haben. Normalerweise werden Krebszellen vom Körper nicht ausgeschieden, und wenn, dann sind sie meist schon abgestorben oder bleiben an der Luft nicht lebensfähig.
Sollten einmal lebende Krebszellen eines Patienten auf die Haut, in den Mund oder den Blutkreislauf eines gesunden Menschen gelangen, ist die Gefahr der Erkrankung trotzdem extrem gering: Das Immunsystem ist darauf spezialisiert, fremde Zellen zu erkennen und zu vernichten.
Selbst intime und sexuelle Kontakte sind normalerweise kein Risiko.

Dies gilt auch für die vergleichsweise wenigen Tumorarten, an deren Entstehung Viren oder andere Krankheitserreger beteiligt sind (zum Beispiel Viren bei Leberkrebs und Gebärmutterhalskrebs). Eine Rolle spielen Viren auch bei manchen Krebserkrankungen in Mund und Rachen sowie im Genitalbereich.
Übertragbar ist jedoch allenfalls der Erreger, nicht die Krebserkrankung selbst. Man weiß heute auch: Falls der Kontakt mit den Erregern überhaupt zu einer Ansteckung führt, bleibt bei den meisten Menschen eine Infektion folgenlos. Erst wenn weitere Risikofaktoren einwirken, kann es zur Tumorbildung kommen. Dieser Prozess dauert zudem meist Jahre oder Jahrzehnte.

Viren, Bakterien und Krebs

Einige Viren und Bakterien ebnen bösartigen Tumoren den Weg: HP-Viren lösen Gebärmutterhalskrebs aus. Der Magenkeim Helicobacter Pylori kann zusätzlich zu Magengeschwüren Magenkrebs verursachen. Eine Infektion mit Hepatitis-C-Viren kann auch Leberkrebs zur Folge haben. Und es gibt noch weitere Viren, die verdächtigt werden, neben anderen Erkrankungen auch die Entstehung von Krebs zu begünstigen.

Der Grund: Viren nutzen für ihre Vermehrung die Ressourcen lebender Zellen, müssen dazu aber vorher bestimmte Schutzmechanismen der Zelle aushebeln. Diese sorgen normalerweise dafür, dass eine defekte oder virusinfizierte Zelle sich nicht weiter teilt, oder sogar zugrunde geht. Indem die Viren diese Mechanismen außer Kraft setzen, teilen sich die Zellen ungehemmt weiter – ein Tumor entsteht.

2,5 Prozent der Krebserkrankungen in Großbritannien wurden durch Viren ausgelöst, ergab die britische Untersuchung. Entsprechende Impfungen könnten solchen Tumorerkrankungen vorbeugen.

Tumor auslösende Faktoren, Krebs Risikofaktoren

Ob jemand an Krebs erkrankt oder nicht, bestimmen drei Faktoren: die Gene, der Lebensstil – und der Zufall. Letzterer entscheidet, ob ein Fehler im genetischen Code geflickt wird oder die Zelle entartet. Ebenso ist es Glückssache, ob eine entartete Zelle eliminiert wird, oder zum Tumor heranwächst.
Einige Faktoren, die Gene verändern und so die Tumorentstehung fördern können

  • UV-Strahlen,
  • Tabakrauch,
  • Chemikalien,
  • chronische Infektionen,
  • ein erhöhter Alkoholgenuss
  • ungesunde Lebensweise mit wenig Obst, Gemüse und Bewegung.
  • Veränderungen erblich bedingt, vererbbarer Krebs tritt in fünf bis zehn Prozent der Fälle  auf. Der Krebs tritt in jeder Generation und schon in jungen Jahren auf.

 

Wenn ein Mann raucht über zehn Zigaretten pro Tag, verliert er ganze 9,4 Jahre an Lebenserwartung, eine Frau 7,3 Jahre. Ein Raucher von weniger als zehn Zigaretten pro Tag reduziert die Lebenserwartung bei beiden Geschlechtern um etwa fünf Jahre.

Eine Kombination der riskanten Lebensstilfaktoren, zum Beispiel ein adipöser starker Raucher, der viel trinkt und viel rotes Fleisch verzehrt, gegenüber dem Mitmenschen mit günstigstem Risikoprofil hat bis zu 17 Jahre kürzere Lebenserwartung. Bei einer Frau wären es 13,9 Jahre.

Nach offiziellen Daten, Faktoren wie Lebensmittelzusatzstoffe, Arzneimittel, Infektionskrankheiten, Industrieabfälle und Umweltverschmutzung sind insgesamt mit weniger als 10% an Krebsentstehung beteiligt.

Fast alle Krebsarten treten bei älteren Menschen sehr viel häufiger auf als bei jungen. Die Menschen werden älter. Und mit steigendem Lebensalter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass sich irgendwo im Körper ein bösartiger Tumor entwickelt. Das Lebensalter ist also ein Hauptrisikofaktor für Krebs.

 Sexualität und Fortpflanzungsverhalten als Krebs-Risikofaktor

Es betrifft vor allem die Frauen, die Männer können aber auch in Folge einer
chronischer Infektionen an Krebs erkranken.

Eine späte erste Schwangerschaft und ein später Eintritt der Wechseljahre erhöhen das Risiko für  Brustkrebserkrankung.
Umgekehrt, eine frühe Schwangerschaft reduziert die Anfälligkeit für Brustkrebs.

Je mehr Kinder eine Frau geboren hat, desto geringer ist ihr Risiko an Brustkrebs, Krebs der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke.

Chronische Infektionen mit bestimmten Typen von Papillomviren gelten heute als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs.  Papillomviren sind Sexuell übertragbar.

Eine Infektion der Prostata kann chronische Prostatitis verursachen, was wieder zu Prostatakrebs führen kann

 

Asbest, Asbestfaser als Krebsrisiko

Bei einem Asbestkontakt können Fasern freigesetzt werden, die man einatmen könnte.
Werden diese eingeatmet, können sie tief in die Lunge gelangen und noch in das angrenzende Gewebe vordringen.

Der Körper kann die Asbest Faser nicht abbauen und nicht ausscheiden.
Asbest kann durch den dauernden Reiz der Faser chronische Entzündungen auslösen, das Gewebe reagiert mit Vernarbung.

Als Langzeitfolge kann zuerst eine Asbestose auftreten, eine noch gutartige Verhärtung des Lungengewebes.
Es steigt aber das Risiko für Lungenkrebs oder Brust- und Rippenfellkrebs als malignes Mesotheliom. Beobachtet wurden Tumoren am Bauchfell und am Herzbeutel (Peritoneum- oder Perikard-Tumoren). Eingeatmete Fasern steigern außerdem das Risiko für Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom).

Einerseits erkranken längst nicht alle Menschen mit Fasern in der Lunge. Andererseits kann rein theoretisch schon ein einmaliger Kontakt mit Asbest gefährlich werden, wenn er zur Aufnahme von Fasern in den Körper führt. 

Wie hoch das Risiko durch Asbest ist, hängt davon ab, womit man in Kontakt gekommen ist.
Das Risiko für langfristige Gesundheitsschäden hängt von der Größe, Länge und bis zu einem gewissen Grad auch von der Menge der freigesetzten Fasern ab.
Ob diese tatsächlich in die Lungen eindringen, und wie viel jeweils eingeatmet wird, lässt sich pauschal allerdings kaum beantworten.

Nicht bei jedem Asbestkontakt werden Fasern freigesetzt, die man einatmen könnte.
Fest gebundener Asbestzement der für Dächer oder Fassadenverkleidungen verwendet wurde, wird erst gefährlich, wenn er bearbeitet wird oder deutlich sichtbar verwittert.

Besonders gefährlich ist schwach gebundener Spritzasbest, wie er früher zur Isolation und als Brandschutz eingesetzt wurde.

Asbestfasern können auch leicht freisetzen werden durch Asbesttextilien, etwa alte Brandschutzhandschuhe, alte Dichtungen und Schnüre, Asbestplatten in alten Elektrogeräten oder Fußbodendämmungen unter alten PVC-Böden.

Die Ergebnisse entsprechender Studien zeigen aber fast durchgängig keinen Zusammenhang zwischen der Asbestaufnahme und Tumoren des Verdauungstraktes

Wer an Krebs erkrankt, bekommt seltener Alzheimer. Umgekehrt bekommen Alzheimerkranke seltener Krebs, bestätigt eine neue Analyse. Möglicherweise hängen Neurodegeneration und Onkogenese eng zusammen. (Quelle: springermedizin.de).
In großen prospektiven Untersuchungen wie der Framingham Heart Study erkrankten die Überlebenden eines Krebsleidens um 33% seltener an Alzheimer als Gleichaltrige ohne Krebs. Umgekehrt wurden bei Alzheimer-Patienten 61% weniger maligne Tumoren diagnostiziert als bei geistig gesunden Personen im gleichen Alter.

Warum sind Tumorzellen gefährlich

Tumorzellen stimulieren sich selber zur Teilung und ignorieren wachstumshemmende Signale aus der Zell-Umgebung. Sie können sich unendlich oft teilen und sind potenziell unsterblich. Sie sind in der Lage, bestehende Blutgefäße für ihr eigenes Fortleben anzuzapfen. Die Tumorzellen haben eine Eigenschaft in benachbartes Gewebe einzudringen, sich im Körper auszubreiten und an allen möglichen auch entfernten Stellen Tochtergeschwülste zu bilden. Diese Metastasen machen einen bösartigen Tumor zur lebensbedrohlichen Gefahr.

Forscher aus der McMaster University in Kanada haben nachgewiesen, dass eine Krebszelle sondert Vesikel (eine Art Bläschen) aus, die neben den Stoffwechselabfällen auch Bruchteile ihres Erbguts enthalten.
Die gesunden Zellen, die diese Vesikel aufnehmen, können unter Umständen zu Krebszellen mutieren und die Tumorerkrankung beschleunigen.

In relativ frühen Krebsstadium ein Tumor mit einer Größe von ca. 5 mm Durchmesser hat schon ca. 5 Millionen Krebszellen gebildet.

10 Gebote zur Krebsbekämpfung

Bestimmte Lebensgewohnheiten können die Entstehung von Tumoren begünstigen. Europäischer Kodex zur Tumorbekämpfung:

  1. Ich rauche nicht,
  2. Ich vermeide Übergewicht,
  3. Ich bewege mich täglich (aber auch Sportler erkranken an Krebs)
  4. Ich esse mehr frisches Obst und Gemüse
  5. Ich trinke nur wenig Alkohol
  6. Ich schütze meine Kinder und mich vor der Sonne
  7. Ich schütze mich vor krebserregenden Stoffen
  8. Ich gehe jährlich zur Krebs – Früherkennungs-Untersuchung
  9. Ich nutze die Darmkrebs-Vorsorge,
  10. Ich lasse mich gegen Hepatitis B impfen

Für die Diagnostik und die Therapie von onkologischen Krankheiten stützen sich die Ärzte auf die entsprechende S3-Leitlinie.
Es gibt viele verschiedenen Diagnosetechniken, von komplexen biochemischen bis hin zu gigantischen Kernspintomografen. Das hat dazu geführt, dass die Ärzte ihren Patienten weniger zuhören. Was der Patient denkt, entspricht nicht dem, was sein Arzt meint, das er denkt. Oft würde sich der Patienten für eine ganz andere Behandlung entschieden, wenn er besser über Nutzen und Risiken informiert würde.

Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren!

Es ist sehr wichtig sich über die Krankheit zu informieren: viel lesen, Broschüren, Bücher, Internet, eine Selbsthilfegruppe. Nur sich nicht verrückt machen. Alles braucht Zeit.

Danach ist es möglich mit geeignetem Arzt sich “in Augenhöhe” zu unterhalten. Es ist somit möglich die eigene Behandlung zu beeinflussen und zusätzliche Medikamente gegen die Nebenwirkungen zu erhalten. Werden Sie Manager Ihrer Krankheit. So bekommen Sie auch Ihre Ängste und andere Probleme in Griff.

Nicht alle Ärzte machen mit. Es lohnt sich mehrere Ärzte zu besuchen, eventuell den Arzt zu wechseln oder eine Zweitmeinung telefonisch über die Krankenkasse von einem Urologen einzuholen.

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Ein Kommentar

  1. Dr.C.A.Max Froenicke

    Nach den Erkenkenntnissen des Nobelpreistraegers Prof R. Steinman sollte die Krebs-Therapie miy dendritischen Zellen eigent;ich einen Boom erleben. Trotz den nachgewiesenen und biochemisch dokumentierten sensationellen Erfolgen wird diese effektive Hilfe fuer alle Leidtragenden noch immer von den bekannten Widersachern aus merkantilen Gruenden unterdrueckt. Es ist an der Zeit diesen Notstand endlich beim Wort zu nennen und abzustellen.
    Auch wenn die erforderlichen EU certifizierten Spezial-Labore noch
    fehlen, sollte hier Abhilfe geschaffen werden koennen.

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